Szent Benedek-rendi katolikus gimnázium, Esztergom, 1855

30 derselbe Werth E = -}- 128.4 gefunden wurde, hiernach ergiebt sich der Reduction auf gleiches Gewicht der Diamagnetismus des Wismuthes 1470000 Mal kleiner, als der Magnetismus des Eisens. Dieses Resultat gilt aber nur für die bestimmte Form des Eisens und für eine bestimmte Scheidungskraft, nämlich x=629.9. Diese Werthe auf das absolute Mass übertragend fand Weber die Stärke des Diamagnetismus von 1 Milli­gramm Wismuth unter dem Einfluss der Scheidungskraft x=l 1 = 452000 Die Stärke des Magnetismus von 1 Milligramm Eisen unter dem Einfluss der Scheidungskraft x=l -= 5.6074. D. h. der Magnetismus eines dünnen Eisenstäbchens übertrifft bei gleicher Scheidungskraft den Diamagnetismus einer gleichen Wismuth Mas­se, bei gleicher Scheidungskraft etwa 2% Millionen Mal. Für grössere Eisen­stäbe und grössere Scheidungskräfte ergibt sich diese Zahl kleiner. 8) Aus den Erscheinungen sub 3—7, musste man den Schluss ziehen, dass eine und dieselbe Scheidungskraft gerade entgegengesetzte Resultate hervorbringe, je nachdem sie entweder auf megnetische oder diamagnetische Substanzen einwirkt. So seltsam auch dieser Schluss be­züglich der Naturkräfte klingen mag, haben ihn doch die obgenannten Physiker angenommen und darauf ihre Theorien über Diamagnetismus aufgestellt, die nun alle scheitern müssten, sobald es bewiesen werden könnte, dass entweder die Thatsachen unrichtig sind, oder dass der Schluss voreilig und ungerecht gezogen wurde. Nach Tyndall und Feilitzsch soll die im Wismuth erregte Polarität ungleichnamig mit der erregenden sein. 9) Eine unbestreitbare Thatsache ist wohl a) die Abstossung der diamagnetischen Körper, und b) die Polarität derselben im Magnetfelde ; dass aber diese Polarität gleichnamig sei mit der erregenden : wird be­stritten von Tyndall. Um das Poggendorflsche Resultat (Nro. 4.) zu prü­fen, suchte dieser Gelehrte geeignetere Mittel, als die des Herrn Poggendorf waren. Es ist bekannt dass das Wismuth sich im Magnetfelde mit der Ebene der leichtesten Spaltbarkeit aequatorial stellte ; Tyndall verschaffte sich einen Wismuthstab, bei dem die gedachte Spaltungsebene rechtwink­lig gegen seine Länge lag. Dieser Stab stellte sich, wie es zu erwarten war, zwischen den angeregten Magnetpolen stark axial, verhielt sich al­so wie ein Eisenstab. Diesen Wismuthstab umgab Tyndall mit einem Gewinde von 100 Fuss Kupferdraht das er in das Magnetfeld gebracht hatte so, dass die Windungen von einem Pole zum anderen gingen. Den Magnet regte er durch 2 Bunsen'sche Zellen an, sogleich stellte sich der Wismuthstab axial, also parallel mit den Windungen, nun sandte er durch die Win­dungen einen Strom von 6 Zellen, sogleich wich der Wismuthstab aus der axialen Lage und zwar gesehen in der Richtung des Stromes ober­halb des Stabes hatte sich das dem Südpole zugewandte Ende des Stabes links begeben ; bei entgegengesetzter Richtung des Stromes ging dasselbe Ende rechts.

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