Szent Benedek-rendi katolikus gimnázium, Esztergom, 1855

28 hauptung sehr nahe, dass sie mit der erregenden gleichnamig sei; d. h. der Nordpol des Elektromagnetes erregt im Wismuth einen Nordpol , der Südpol einen Südpol , daraus erklärt sich die von Reich beobachtete Er­scheinung, dass die ungleichnamigen Pole des Elektromagnetes nicht mit der Summe sondern mit der Differenz ihrer Kräfte wirken. Pogg. Bd. 73. S. 60. 4) Um die Behauptung Nro. 3 direct zu beweisen näherte a) Pog­gendorf dem von dem Südpole eines Elektromagnetes abgestossenen und aequatorial schwebenden Wismuthstabe von derselben Seite her den Nord­pol eines kleinen Stahlmagnetes , der das abgestossene Ende des Wis­muthstabes deutlich anzog. Noch überzeigender nennt Poggendorf sein zweites Verfahren, b) in welchem er den kleinen Stahlmagnet durch einen galvanischen Strom ersetzte. Das Wismuthstäbchen wird zu diesem Ende zwischen beiden Polen des Elektromagnetes aufgehängt und zwar inner­halb eines Drahtgewindes, dessen Windungen das Stäbchen bei seiner aequatorialen Stellung rechtwinklig umgeben würden. Ein Grov. Element durch dieses Gewinde geleitet, wirkte nicht auf den Wismuthstab, wenn nicht zugleich auch der Elektromagnet angeregt wurde, sobald aber dieses durch 3 Grov. Elemente geschah, lenkte der Strom der Windungen den Wismuthstab stets so , wie die Ablenkung folgen muss , wenn die Seiten des Stabes gleiche Polarität mit den ihnen zugewandten Magnetpolen besitzen. Natürlich muss zwischen den beiden Kräften, nämlich der pola­risch erregenden und der den polaren Stab ablenkenden Kraft ein gewisses Verhältniss bestehen. Je grösser die erste, desto grösser muss auch die zweite sein. Pogg. Bd. 73. S. 475. Plücker nahm c) 2 ganz gleiche hohle Spiralen jede 120. 0 lang, im innern 26.0 im aeussern 52.0 dick, der Draht hatte 5.Ö im Durchmesser. Die Spiralen stellte er senkrecht übereinander , schob in die untere Spi­rale einen Eisendraht (130.0 lang 21.0 dick) in die obere senkte er einen von dem Anne einer feinen Wage herabhängenden und aequilibrirten Wis­mm mm muthstab (80.0 lang 15.0 dick), durch die Spirale führte er gleichlaufen­de elektr. Ströme aus 3 Grov. Elementen , die Stäbe stiessen sich ab ; bei entgegengesetzter Richtung der Ströme zogen sich dieselben an. Blosses Strömen des elektrischen oder magnetischen Fluidums könnte wohl ent­gegengesetzte Wirkungen nicht üben. Die Coercitivkraft des W i s in u t h e s. 5) Plücker bewies es sogar, dass das Wismuth seine Polarität eine, wenn auch sehr kurze Zeit hindurch behält. Er lehnte nämlich einen 15.0 langen und 5.0 dicken Wismuthstab, der zwischen den Polspitzen seines Elektromagnetes schweb­te , mittelst der Torsion des Fadens an einen Glasstab , und hielt ihn in der Nähe der Pole ausser der axialen Linie, so dass sich der Stab nach Anregung des Elektromagnetes nicht aequatorial stellen konnte, sondern nur fester an den Glasstab drücken musste ; nach schneller Umkehrung des Stromes war der Wismuthstab zuerst vom Pol angezogen dann erst wieder abgestossen. Das beweist, dass Wismuth Zeit braucht um seine Pole zu wechseln. Pogg. Bd. 86. S. 6.

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