Szent Benedek-rendi katolikus gimnázium, Esztergom, 1855

27 selben aus der blossen mechanischen Action des ausströmenden magneti­schen Fluidums zu erklären Pogg. Bd. 75. S. 110. Das magn. Fluidum, meint Hankel durchdringt mit Leichtigkeit die magnetischen Körper, wird aber von den diamagnetischen grössten Theils zurückgeworfen. Vermöge des Wiederstandes nun, den die diamagn. Körper dem Durchgange des magn. Fluidums biethen , gehen sie von der Lage der stärkeren Action in die der schwächeren über. Der Schlüssel, den diese Vorstellung zur Erklärung der diamagne­tischen Erscheinungen darbietet, wäre freilich sehr einfach und annehm­bar, wenn er nicht durch mathematische Beweise als falsch anerkannt werden müsste. 2) Wäre nämlich die diagmatische Abstossung eine einfache Wir­kung des ausströmenden magn. Fluidums auf die unveränderte Substanz der diamagnetischen Körper; so müsste dieselbe in ganz einfachem Ver­hältnisse mit der Stromstärke wachsen ; nun aber beweisen die berech­nenden Versuche von Tyndall, Reich, Pogg. Bd. 97 S. 283, dass die Ab­stossung in quadratischem Verhältnisse zunehme. Reich hängte an den einen Arm seiner zur Bestimmung der Erddichtigkeit construirten Torsions­wage eine Wismuthkugel die 484.16 grm. wog, und näherte ihr (dritter Versuch) einen Elektromagnet (einen runden 32.0 dicken, 440.0 langen) den er nach und nach mit 1. 2. 3. 4. Danielischen Elementen anregte. Tangenten und Sinusbussole gaben die Stromstärke an, das Resultat gibt folgende Tabelle an : Anzahl der Ele­mente. Tangentenbussole Abstossung der Wis­muthkugel Anzahl der Ele­mente. Ablen­kung Verhältniss beobachtet in Scalen­theil. Verhältniss 0 0.0 0 0 0 1 0 15.0 1 2.4250 1 2 0 25.35 1.6743 7.0375 2.9020 3 0 32.05 2.2125 11.5000 4.7423 4 36.4 2.6054 15.5000 6.3918 Also wachsen die Abstossungen der Wismuthkugel beinahe im quad­ratischen Verhältnisse mit den Ablenkungen der Tangentenbussole. Dass das Quadrat im Durchschnitt nicht überall erreicht war, erklärt sich wohl aus der mit der Abstossung, wachsenden Entfernung. Nach PoggendorfPlücker und Weber ist die Pola­rität gleichnamig mit der erregenden. 3) Ist aber Abstos­sung eine Folge der in Wismuth erregten Polarität: so liegt die Be-

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