Fritz Reinöhl: Ergänzungsband 7. Geschichte der k.u.k. Kabinettskanzlei (1963)

VI. Die Angestellten - 3. Die nationale Zugehörigkeit und die Sprachkenntnisse der Beamten

326 einberufen; nachdem Daruváry wieder zurückgekehrt war, wurde er am 1. Mai 1912 wieder enthoben84). Am 9. Februar des folgenden Jahres wurde durch Einberufung des Kanzleioffizials im ungarischen Ministe­rium des Inneren Arpad Trettina85) und des Konzeptsadjunkten in demselben Ministerium Dr. Joseph von Semsey86) die Zahl der aus den Ländern der ungarischen Krone stammenden Beamten auf acht Beamte erhöht. Trettina schied nach eifriger Dienstleistung nach zwei Monaten, am 2. April 1913, Semsey am 14. August 1914 wieder aus, er hatte, Um als Oberleutnant in der Reserve im Honvedhusarenregiment Nr. 6 Kriegsdienst leisten zu können, um Enthebung gebeten. Am 16. April 1913 wurde zu einjähriger Probedienstleistung der Offizial im ungari­schen Ministerium am allerhöchsten Hoflager Karl Perger einberu­fen, der in der Kabinettsregistratur „sehr intelligent, strebsam und dienst­eifrig“ bis ans Ende diente 87). Am 19. Juli 1913 wurde der Kanzlist im ungarischen Ministerium des Inneren Rudolf Weiss auf unbestimm­te Zeit zur Dienstleistung einberufen, der ein „sehr intelligenter, streb­samer, diensteifriger, tüchtiger Beamter“ gleichfalls in der Kabinettsregi­stratur bis zur Auflösung der Kanzlei Dienst tat 88). Schon in Kriegszeit, 84) * 187 3, seit 1896 im ungar. Ministerpräsidium im Staatsdienst, 30. 6. 1909 Ministerialrat, mehrere Jahre als Personalsekretär dem Ministerpräsidenten zu­geteilt, Leiter der Präsidialabteiiung und Protokollführer des Ministerrates. (Direktionsakten 21/1911, 11/1912). 85) * 1877 Budapest, begann 1. 8. 1896 den öffentlichen Dienst im ungar. Ministerium des Inneren, 1907 zum Beamten ernannt, Leiter der Kinderschutz­abteilung, dann des Präsidialarchives, dann Leiter der Präsidialkanzlei, 9. 2. 1913 zur Probedienstleistung in die Kabinettskanzlei einberufen, 27. 2. 1913 Dienstantritt, 15. 4. 1913 auf eigenes Ansuchen mit Ende April vom Dienst enthoben (Direktionsakt 7/1913). 86) * 1883, Rechtsstudien in Eperjes, Budapest und Koloszvár. Doktor­diplom 1905, 25. 6. 1906 Verwaltungspraktikant im Komitat Sáros und Hono- rärkomitatsunternotär, 15. 1. 1907 unbesoldeter Konzeptsadjunkt im ungar. Mi­nisterium des Inneren und Obergespanssekretär im Komitat Sáros, 24. 4. 1909 besoldeter Ministerialkonzeptsadjunkt, 26. 10. 1912 einberufen in das ungar. Ministerium des Inneren, 3. 12. 1912 Kämmerer, 9. 2. 1913 zur einjährigen Probedienstleistung in die Kabinettskanzlei einberufen, 14. 8. 1914, über eigene Bitte enthoben. (Direktionsakten 6/1913, 10/1914). 87) * 5. 10. 1874 Budapest, vier Mittelschulklassen, 2. 7. 1894 zur Militär­dienstleistung eingerückt, zuletzt Rechnungsunteroffizier bei der Generalstabs­abteilung der 31. Infanterietruppendivision, 1907 Hilfsoffizial im ungar. Finanz­ministerium, 22. 11. 1912 Offizial im ungar. Ministerium am ah. Hoflager, 16. 4. 1913 einberufen zu einjähriger Probedienstleistung in die Kabinettskanzlei, I. 5. 1913 Dienstantritt, 27. 4. 1914 Kabinettsregistratursoffizial, 9. 10. 1918 Kabi­nettsregistrator, 30. 10. 1918 Titel u. Charakter Kabinettsoberregistrator, 1. 12. 1918 zeitlicher Ruhestand. (Direktionsakten 10/1913, 8/1914, 34, 41, 42/1918, Dienst­tabelle Direktionsakten, Fasz. 17). 88) * 5. 2. 1871 Temesvár, nach sechs Klassen Volkschule und zwei Klassen Bürgerschule Eintritt in die väterliche Mühle, später Übernahme ihrer Leitung, 1. 10. 1892 zum Infanterieregiment Nr. 61 eingerückt, zuletzt Rechnungsunter-

Next

/
Oldalképek
Tartalom