Leo Santifaller: Ergänzungsband 2/1. Festschrift zur Feier des 200 jährigen Bestandes des HHStA 2 Bände (1949)

I. Archiv-Wissenschaften - 5. Karl Lechner (Wien): Das Archiv der ehemaligen Propstei Gloggnitz, seine Geschichte und seine Bestände, nebst Regesten

Archiv der ehemaligen Propstei Gloggnitz. 63 daß der Franawer die Rainsteine und March stehenlassen muß und man noch mehr dazusetzen soll, „wie es von alters her kommen ist und die Nachbarn seiner gedenken“. Der Grund des Gottes­hauses wurde von dem Propst und Winther ausgegangen. Siegler: die beiden Aussteller (Siegel 2 abgefallen, bzw. schwer beschädigt; zwei gleichlautende Exemplare dieser Urkunde). (Nr. 195 und 144) 55. 1367 III 25. Abt Otto von Formbach und der Konvent beurkunden, daß sie für den ehrbaren Mann Perhart den Vranawer, seinen Vater und seine Mutter und alle Vorvordern in Formbach einen Jahrtag begehen sollen auf Sonntag Laetare oder in der darauffolgenden Woche. Dafür hatte der Vater des Perhart dem Gotteshaus sein Gut zu Göttschach zu Eigen gegeben. Siegler: der Abt und der Konvent. (Nr. 174) 56. 1367 VII 17. Perhart der Fronawer zu Hyltmanstorf (Hilzmannsdorf, OG. Thürmannsdorf) und Frau Elsbeth verkaufen ein Holz bei Thürmannsdorf, genannt „die Öd“, Burgrecht von Formbach zu 30-Ä, unter genauer Beschreibung der Grenzen, an Gloggnitz. Siegler: Aussteller, Winther von Grasperch und Peter der Aczspekch (vgl. Nr. 54). (Nr. 6) (*) 57. 1368 II 27. Niclas der Cheichelwanger von Schadwienn und seine Frau Elsbeth beurkunden, daß sie mit Gylg zu Gloggnitz an der Zeil und seiner Frau einen Streit um das Gut hatten, das ihnen angefallen ist nach Hamatlein zu Gloggnitz und daß sie sich dem Urteil von Spruchleuten unter­werfen wollen. Siegler: Bruder Symon, Propst von Gloggnitz, imd Wolfhart der Holzapfel. (Nr. 183) 58. 1369 VII 25. Ott, Abt von Formbach, beurkundet, daß er die halbe Hofstätte, gelegen zu Gloggnitz an der Zeil, die Burgrecht ist von den Deutschherren in der Neustadt und die ihm sein Freund und Bruder Denkel der Schuster für einen Jahrtag verschafft hatte, seinem Schwager Ulreich dem Stuppekcher und seiner Frau Katharina um 12 fl verkauft hat. Siegler: Aussteller. (Nr. 10) 59. 1373 III 12. Ludweig, Sohn des Otto von Prellenchirichen, vergleicht sich mit seinen beiden Schwieger­söhnen Weichart und Niklas um das Erbgut, das ihm angefallen ist von seinem verstorbenen Schwiegersohn Jans. Siegler: Aussteller und Jans der Stainwerger. (Nr. 180) 60. 1375 XII 9. Abt und Konvent von Formbach bezeugen, daß der ehrbare feste Ritter Andre der Tetschan ihnen 14 S' für einen Jahrtag für Albrecht, den Amtmann des Philipp Purkchstaller zu Listnich (Liesling), gegeben hat. Würde dieser nicht erfüllt, so gehen die 14 ff an den Zechmeister der Zeche zu Gloggnitz. Siegler: Aussteller und Konvent. (Nr. 93) 61. 1378 VIII 9. Jans Stumpf zu Gloggnitz an der Zeil beurkundet, daß ihm Propst Niklas zu Gloggnitz zu rechtem Burgrecht ein Viertel Acker im Gloggnitzer Felde verliehen habe, der zu Burgrecht an Formbach dient 80-Ä ohne Kleindienst. Siegler: der Herr des Ausstellers, Stefan der Wurmprant zu Stuppach. ' (Nr. 66) (*) 62. 1379 XI 25. Niklas der Semler zu Schadwienn gibt dem Niklas dem Forster in der Aw auf dem Püchel ein Viertel an der Hofstatt daselbst gegen ein Viertel Weingarten und 6 ß. Drei Zeugen. Siegler: Niklas, Propst zu Gloggnitz, „der vorgenannten Hofstatt Stifter und Störer“ und Ulreich der Grazer zu Schadwienn. (Nr. 65) 63. 1383 III 27. Stefan der Chrueg von Gloggnitz verkauft seinen Weingarten an dem jungen Silberberg, davon man jährlich % Eimer Wein und 2 -ä nach Reichenau dem Kloster Neuberg dient, dem Ofedl, dem Juden zu Neunkirchen, um 30 ff. Siegler: Abt Heinrich von Neuberg und Hans der Petzei, Judenrichter in Neunkirchen. (Nr. 143) 64. 1383 XII 13. Hans der Czwingendorffer verkauft alle seine Güter, die er zu Lehen hat und die sein Vater Gerrait der Czwingendorffer hinterlassen hatte, seinem Bruder Regen wart um 61 ft. Siegler: Aussteller, Ott der Grünpeckh von Stranzendorf, der ehrbare Knecht Hertl von Czwingendorff. (Nr. 204) 65. 1384 XII 16. Abt und Konvent von Neuberg beurkunden nach dem Rat des Rates zu Neustadt einen Vergleich mit dem Abt und Konvent zu Formbach über den Weingarten am Aichperg, der dem Kloster Neuberg durch Herrn Diiring nach Zerwald zur Unser-Frauen-Kirche vermacht wurde, so daß Neuberg gegenüber Formbach keinen Dienst und Bergrecht reichen muß, nur den Zehent „nach des Landes Recht“. (Nr. 138) (*) 66. 1386 I 21. Neicz von Chmring, Herr zu Seefeld, verleiht Rengwart dem Czwingendorfer alle Lehens­güter zu Zwingendorf, in die auch seine Söhne und Töchter nachfolgen sollen. (Nr. 181) 67. 1387 III 17. Hans der Mawrbech zu Göttschach beurkundet, daß er eine halbe Wiese, gelegen zwischen Prukleins (Prigglitz) und Gortschach (Göttschach), zu Burgrecht von Propst Hans von Gloggnitz empfangen habe. Siegler: Aussteller und Georg der Wisenfrezz. (Nr. 3)

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