Leo Santifaller: Ergänzungsband 2/1. Festschrift zur Feier des 200 jährigen Bestandes des HHStA 2 Bände (1949)

I. Archiv-Wissenschaften - 5. Karl Lechner (Wien): Das Archiv der ehemaligen Propstei Gloggnitz, seine Geschichte und seine Bestände, nebst Regesten

64 Lechner, 68. 1387 XII 28. Hertl von Czwingendorf verkauft der Gemeinde zu Zwingendorf für das Gotteshaus St. Lorenzen um 64 U sein Burgrecht zu Harras, das er von seinem gnädigen Herrn Neycz von Chunring gehabt hat, u. zw. 4 Gwanten Acker zu Zwingendorf, „Schecz halben“ gelegen, hinaus vom Dorfe im mittleren Feld; davon dient man jährlich von jeder Gwanten 1 J) ,,gen Seueld in dy festen auf Unser-frauenalter in di kappein auf Mittemgraben vor dem Eysstein Tor“. Siegler: Aussteller und sein Vetter Rudiéin. (Nr. 121) 69. 1388 I 18. Rudolf von Wallsee, Landmarschall in Österreich, beurkundet, daß Christian der Wild­perger für sich und seine Brüder Ottlein und Repplein vor seinem Gericht versicherte, sie seien überwiesen worden, daß ihr Haus zu Tobel (Dobel, Ehr. OG. Hafning) mit der Zugehörung, gelegen „zwischen des Chulbel und des Tobelgraben“, Burgrecht sei von Formbach und daß sie in Hinkunft davon jährlich dienen wollen,,einen pewtel, der y2 % wert ist und 60 darin zu rechtem Burgrecht“. Siegler: Aussteller. (Nr. 232) 70. 1389 I 27. Michl, Sohn des Nikiein von Gloggnitz, beurkundet die Teilung der Güter (Weingärten und Hofstätten) seines verstorbenen Vetters Elblein von Gloggnitz „an der Prukken“ zwischen dessen Sohn und seiner Mutter. Siegler: Stefan von Wurmprant und des Ausstellers „gnädiger Herr“, Propst Hans von Gloggnitz. (Nr. 194) 71. 1389 VII 25. Nyclas von Payerbach beurkundet, daß er allen Zehent, groß und klein und von Klein­vieh, von seinem Hof zu Pairpach (Payerbach) dem Kloster Formbaeh schuldig sei und ebenso den Drittel Zehent in der Prewn (Prein) (dagegen zwei Drittel dem Kloster Neuberg!), den er bis jetzt aus besonderer Gnade innehatte. Siegler: Aussteller und Georg der Wisenfrezz. (Nr. 36) (*) 72. 1390 V 21. Graf Paul zu dem Vorchtenstein verpfändet dem ehrbaren Knecht Hans dem Lintzer für schuldige 200 Ti zwei ganze Lehen zu „Petschnern“ (Pöttsching, Burgenland) „nach Satzrecht in dem Lande Österreich“. Siegler: Aussteller, Hans von der Wort und Seyfrid der Freysinger. (Nr. 000) 73. 1391 II 10. Hartei von Zwingendorf verkauft dem Rennwarter von Zwingendorf 7 Gwanten Acker, gelegen zu Zwingendorf, eine „vrwart in das feld“, Lehen und Burgrecht von Neytz von Kuenring. Siegler: Aussteller, Rewdel von Zwingendorf, Otto Grewnpeckh von Strentzendorf. (Nr. 87) 74. 1392 IV 25. Ulrich von Ror, Burggraf von Wartenstein, Erasen der Holnekker, Burggraf zu Kranich­berg, und Görig der Wysenfrezz zu Müldorf (Schloß Mühlhof, OG. Payerbach) entscheiden in dem Streit zwischen den Äbten von Formbach und Neuberg über einen Weingarten an dem jungen Silberberg. Nach Aussage der „perchgnozzen und vmbsazzen“ soll der Weingarten dienen dem Abt von Neuberg in das Haus zu Reichenau 1 Eimer Most und 1 /A. Siegler: die drei Spruchleute. (Nr. 76) (*) 75. 1393 I 6. Fridel der Steger verkauft mit Zustimmung seines Lehensherrn Christof Rappach, Herrn zu Klamm, seinen halben Hof, gelegen an der Strass in der Au (Auf der Aue, Ehr. OG. Reichenau ?), dem Andre dem Stözzel. Siegler: Christof von Rappach, Jans der Holzapfel, Bulling der Herr, Bürger zu Schottwien. (Nr. 177) 76 a bis e. 1393 II 10. Fünf Kundschaften, von a) Perhart Gotschacher, b) Stefan und Nyclas den Wurm­prant, c) Lorenz dem Wurmprant, d) Chunrat, Pfarrer zu Prukkleins (Prigglitz), e) Jörig dem Wysen­frezz, des Inhaltes, daß ihnen „kund und wohl zu wissen sei, daß ein Propst zu Gloggnitz keine Gewalt habe, von dem Gotteshaus daselbst zu verkaufen oder zu versetzen, Dienstrecht oder Grund zu verkommen und darüber zu siegeln, solange sie denken“. Siegler: die Aussteller. (Papier; rück­wärts aufgedrückte Siegel, meist stark beschädigt oder abgefallen.) (Vermutlich Beilagen zur nächst­folgenden Nummer.) (Nr. 000) 77. Wien, 1393 V 20. Herzog Albrecht III. beurkundet, daß in dem Streit zwischen dem Abt und Konvent von Formbach einerseits und Ulreich dem Hawnspekchen für sich und die Erben des verstorbenen Wülfing von Grasperch anderseits wegen des Dienstes, den Formbach an dem Hof zu Grasperch (Grashof) zu haben meint, seine Landherren schon einmal geurteilt haben. Nun sendet er Kundschaft nach Gloggnitz, um zu erfahren, ob ein Propst von Gloggnitz „Gewalt habe, Dienste und Rechte von dem genannten Gotteshaus zu verkaufen, zu verkommen und darüber zu siegeln“, u. zw. Gottschalk den Innprugger, Burggraf von Starhemberg und Ulreich von Ror, Burggraf zu Warten - stein. Die Kundschaft ergab, daß ein Propst solches Recht nicht habe; darnach hat das Gotteshaus Formbach noch die gleichen Rechte an dem Hof wie früher. Kanzlei vermerk: „d(ominus) dux per d(omi)n(u)m conc(essit) Fr(insingensem) ep(iscopu)m“. Siegler: der Aussteller (hinten aufge­drücktes Siegel von Papier auf Pergament-Urkunde). (Nr. 18)

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