Az Egri Ho Si Minh Tanárképző Főiskola Tud. Közleményei. 1987. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 18/05)

H. -Dieter Pöltz: Das entwicklungsproblem im Verhältnis von philosophie und naturwissenschaft

- 37 ­unser Problern besitzen. Als gesichert gilt, dass die Sonne etwas Gewordenes ist, ein "Alter" von mehreren Milliarden Jahren aufweist und Veränderungen unterliegt. Betrachtet man diese genauer, dann ergibt sich folgendes Bild: Infolge der im Gravitationsgesetz erfassten Massenanziehung miisste die Sonne, wenn allein dieses Gesetz (G^) wirken würde, einen Gravitationskollaps erleiden, also unaufhaltsam in sich zusammenstürzan. Ein solcher Vorgang dürfte sich auch tatsächlich in der Gas-Staub-Wolke abgespielt haben, und zwar bis zu jenem Punkt, wo durch dabei auftretende extrem hohe Temperaturen nukleare Reaktionen gezündet wurden. Durch sie wird unter Freisetzung gewaltiger Energiemengen Wasserstoff in Helium umgewandelt. Dieser als Wasserstoffbrennen bezeichnete thermonukleare Prozess läuft auch gegenwärtig in der Sonne ab. Er erzeugt einen thermischen Druck, der, wenn man andere Gesetze unbeaschtet lässt, zu einer Aufblähung der Sonne führen würde, also dem Gravitationsdruchk tendenziell entgegengerichtet ist. Beide gesetzmässigablaufende Vorgänge befinden sich im betrachteten Beispiel der Sonne in einem temporären Gleichgewicht, wodurch deren relative Stabilität begründet wird. Es gelten aber noch weitere Gesetze, die mit den schon genannten und untereinander verkoppelt sind und gemeinsam zur Veränderung des Objektes beitragen, dem sie ihre Existenz verdanken. So wird von der Sonne ständig Energie abgestrahlt (G^); in ihr laufen Prozesse ab, die zur Entstehung schwerer Elemente führen (G^); bedingt durch Temperaturunterschiede im Inneren und an der Oberfläche der Sonne treten mit Energie- und Massetransport verbundene Konvektionsströme auf (G^) usw. Ohne auf weitere Einzelheiten einzugehen können die bisherigen Überlegungen in folgender Feststellung zusammengefasst werden: /!/ Entwicklungsprozesse werden durch Gesamtheiten von Gesetzen determiniert, in denen die qualitative Besonderheit der jeweilingen Bereiche/Zusammenhänge erfasst ist. Der Umstand, dass die geschilderten Vorgänge einerseits wesentlich von den jeweils vorliegenden Bedingungen wie Masse, Temperatur, chemische Zusammensetzung u. a. bestimmt werden und andererseits verschiedene Möglichkeiten für eine Differenzierung der Hauptreihensterne begründen, darf als Indiz für diese Auffassung angesehen werden. Durch die

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