Az Eszterházy Károly Tanárképző Főiskola Tudományos Közleményei. 1990. Germanistiche Studien (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 20)

Anna Kavalecz, Über die Entwicklung der Sprechfertigkeit im Unterrichtsprozess

84 der Lehrer die grundsätzliche Hörfähigkeit seiner Schüler kennen und die Zielaufgaben für sie so gestalten. 4. Die Gedächtnisdisposition zählt zu den kompliziertesten psychologischen Phänomenen nicht nur im Sprachunterricht. Es ist ein Prozess, dessen Komponenten Einprägen, Behalten, Reproduzieren sich nicht nach einer linearmechanischen Abfolge, sondern in dialektischer Verflochtenheit in aktiver Tätigkeit realisieren. Sprache und Denken, Denken und Gedächnis wirken in dialektischer Einheit. "Die Sprachen sind die Scheiden, darinnen das Messer des Geistes steckt! - hat bereits Luther betont. In der Sprache, als Elemente des Denkens selbst und Elemente der Lebensäusserung des Gedankens spiegelt sich das Bewusstsein des Schülers wider. Das schöpferische Denken und Handeln sind an selbständigen Gebrauch der Sprache gebunden. Die Selbständigkeit des Anwendens sprachlicher Mittel und der Entwicklungsgrad der Schülerselbständigkeit im Sprechen ist die Grundfrage im Fremdsprachenunterricht. Die Gedächtnisdimensionen der Schüler, wie verbale, auditive, assoziative, visuelle muss der Lehrer bei der Unterrichtsgestaltung in Betracht ziehen, sie eventuell im Unterricht verbessern, um die Effektivität der Sprachstunden zu erhöhen. So wirken kontextgebundenes Erarbeiten des Sprachunterrichts, sinnvolle Systematisierung mit sinnvollen Assoziationen optimale Veranschaulichung, graduelles, verteiltes, kontinuierliches Üben und Wiederholen gedächtnisfördernd. All diese psychologischen Faktoren des Spracherwerbs betonen eine wichtige Lehreraufgabe in der alltäglichen Praxis: die genaue Kenntnis der Schülerpersönlichkeit. Denn die Atmosphäre unter der Glasglocke einer Sprachstunde, wo das schöne Erlebnis, die Begegnung mit geheimnisvollen Kenntnissen fremder Sprache, fremder Kultur entsteht, bestimmt andererseits die Lehrerpersönlichkeit. Ich halte das Lehrer- Schüler Verhältnis für entscheidend. Ein inneres Verhältnis entwickelt eine positive Ausstrahlung auf die Lernatmosphäre, auf die Persönlichkeit sowohl des Lehrers als auch des Schülers. Es hat eine besonders produktive Auswirkung im Lernprozess. Zu jedem einzelnen Schüler muss der Lehrer den Schlüssel für seine Entwicklung finden, ihn zu fördern und zu fordern. Seine Stärken, Schwächen, seine Gefühlswelt, Einstellung, Haltung sind sehr wichtige Elemente des Sprachunterrichts, in dem die Kontaktbereitschaft des Lehrers im und ausserhalb des Unterrichts weitgehend betont werden soll. Meine Zusammenarbeit mit den Schülern verlangt eine solide Vertrauensbasis. Das zu schaffen soll das Grundanliegen des Lehrers von dem ersten

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