Az Eszterházy Károly Tanárképző Főiskola Tudományos Közleményei. 1990. Germanistiche Studien (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 20)
Anna Kavalecz, Über die Entwicklung der Sprechfertigkeit im Unterrichtsprozess
83 1. Die Assimilationsfälligkeit - wie schnell er eine Bindung zum Fremden (Kultur und Sprache) schaffen kann, oder die Neigung, sich ohne grosse Schwierigkeiten, ohne innere Hemmungen anzupassen, Fremdes aufzunehmen. Ob der Schüler fähig ist, beim Sprachgebrauch die fremde Maske aufzusetzen, hinter der das neue Weltbild der fremden Wörter steckt. Wem dies nicht schwer fällt, der lernt mühelos die Sprache. Als Teilkomponenten der Assimilationsfähigkeit kommen noch die Anpassungs- und Imitationsbereitschaft hinzu. Das Neugiermotiv wirkt dabei auch sehr intensiv. Die damit eng verbundenen Kontaktverlangen, Kontaktbereitschaft oder eben Kontaktarmut der Schülerpersönlichkeit müssen erwähnt werden. Es ist sehr schwer, einen in der Muttersprache auch kontaktarmen Schüler anzuregen, in der Stunde fremdsprachige Kontakte zu schaffen. Oft kommt die Frage hervor: Was soll ich fragen oder sagen? Die vielseitigen Übungsmöglichkeiten, die Unterrichtsführung, die Vorbildhaltung des Lehrers sollen dem Schüler helfen, in die Maske der Fremdsprache leichter einzugehen. Dabei ist das Erfolgserlebnis des Lernenden entscheidend. 2. Die Flexibilität und Disponibilität - die aller nicht gleichgesetzt werden können. Sie bedeuten Verfügbarkeit und Biegsamkeit der Sprachmittel im Denken und Handeln, den wechselnden Anforderungen in verschiedenen Bereichen der Kommunikation gerecht zu werden. Beide verlangen die Vielseitigkeit der Persönlichkeit und befähigen die Schüler neue Aufgaben schnell zu meistern, und sich in kürzester Zeit in neue Tätigkeitsbereiche einzuarbeiten. Wie schnell der Schüler im Unterricht diese Tätigkeitsbereiche wechseln kann, darf der Lehrer bei der Aufgabenstellung an ihn nicht ausser Acht lassen. 3. Die Audivität - fast die wichtigste, explizit erkennbare, besonders fremdsprachenspezifische Leistungsdisposition. Denn das Hören steht am Beginn der Kommunikationskette - am Eingangstor zum Sprachverstehen und Lernen. Die Hörschärfe oder gute Hörfähigkeit des Lernenden bestimmen das komplexe Vorgehen des Spracherwerbs. Das Hören ist nicht nur Empfang und Unterscheidung lautlicher Spracheinheiten, sondern auch ihre Speicherung, Präzisierung oder Ergänzung von akustischen Wahrnehmungen, Identifizierungen, Identifizierung und Erinnerung von Lautbildern, Verstehen der Beziehungen von Wörtern und Wortverbindungen im Kontext. Zur intensiven Hörschulung, zur Schulung des auditiven Gedächtnisses muss