Az Eszterházy Károly Tanárképző Főiskola Tudományos Közleményei. 1990. Germanistiche Studien (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 20)

Anna Kavalecz, Über die Entwicklung der Sprechfertigkeit im Unterrichtsprozess

82 "Ohne Practica und Übung kann niemand gelehret sein. Darum hat jener Bauer recht gesagt: Der Harnisch ist gut, wer ihn weiss zu brauchen." Sowohl in der Muttersprache als auch in der Fremdsprache muss die Kommunikation geübt und gelernt werden. Im Prozess des Erwerbs der Muttersprache realisiert sie sich schneller und leichter. 1 Die Kommunikation setzt voraus, dass ein Grund dafür vorhanden ist: die Notwendigkeit, jemandem über einen Sachverhalt mithilfe der Sprache als Zeichensystem Informationen zu erteilen. Kommunikation ist aber nicht nur Informationsempfang, sondern ein gegenseitiger Austausch von Informationen. Den Informationswert einer Kommunikation bestimmt, ob der Gesprächspartner die neuen Erkenntnisse für sich nutzen kann, und zu welchen neuen Informationen er gelangt. Diese Aussagen betreffen auch die fremdsprachige Kommunikation. Ihre Entwicklung ist ein graduelles,langfristiges Vorgehen, dass sich im schrittweisen Erarbeiten des Unterrichtsstoffes ralisiert. "Man muss je auf der Treppe von einer Stufe zu der anderen hinaufgehen, ­niemand wird plötzlich der Höchste" - sagt weiter Luther. Diese höchste Stufe zu erzielen, ist das ständige, weiterführende Prinzip im Fremdsprachenunterricht. Es scheint mir wichtig, hier zwei Faktoren des Fremdsprachenunterrichts näher zu erläutern. . Der erste ist von der Seite der Schülerpersönlichkeit, aus dem psycholinguistischen Aspekt des Spracherwerbs entscheidend. Obwohl die Psychologie nach Meinungen einiger Skeptiker so müssig ist, wie eine Gebrauchsanweisung für Gift, halte ich für wichtig, individuelle psychologische Besonderheiten der Schüler zu beobachten. Die didaktische Nutzung der psychischen Prozesse, psychologischen Gesetzmässigkeiten beim Spracherwerb und Sprachgebrauch dient zur Optimierung des Deutschunterrichts. Die Effektivität des Lernprozesses der Sprache beeinflussen stark die inneren Leistungsdispositionen der Schüler. Diese besonderen speziellen Fähigkeiten und Begabung für Spracherwerb bedeuten auch bei gleichen Bildungsmöglichkeiten unterschiedliche Fortschritte. Zur erfolgreichen Gestaltung des Deutschunterrichts muss diese Tatsache in Betracht gezogen werden. Bei leistungsstarken Schillern mit unterschiedlichen Dispositionen können individualtypische Arbeitsphasen eingebaut werden. Welche Komponenten der Leistungsdisposition des Lernenden bestimmen denn den Prozess seines Spracherwerbs?

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