Az Egri Pedagógiai Főiskola Évkönyve. 1961. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis ; Tom. 7)
II. Tanulmányok a nyelv-, az irodalom- és a történettudományok köréből - Dr. Bihari József: Az orosz vid-kategória kialakulásánaik kérdéséhez
[91] Madvig ezt a kilenc időt így csoportosítja: in praes. scribo in praet. scribebam in fut. scribam I. Pr. II. Praet. scripsi scripseram scripsero III. Fut. scribam scripturus eram scripturus его (1. Jespersen: A nyelvtan filozófiája, 1924. 338. old.) A latin igeidőknek fenti osztályozását csak azzal a módosítással fogadhatjuk el, hogy az in praes. I. fut. rovatba a scribam helyébe a scripturus sum alakot állítanánk, az I—II—IIImal jelölt praes. praet. fut. helyébe pedig az imperf., perf., instans szemléletterminusokat írnánk. [92] Nyomdatechnikai okok miatt a nazális о, e és a „jaty" jelöletlenül maradt. Dr. BIHARI JÓZSEF: Der Verfassaer beschäftigt sich im vorliegenden Teilaufsatze* mit zwei Fragen: mit dem Problem der Entwicklung des Aspektbegriffes („вид') und der Aspektkategorie. I. In diesem Abschnitte bemüht sich der Verfasser den langen Weg zu beleuchten, welchen die russische Sprachwissenschaft auf dem Gebiete der Aspektforschung von M. Smotrizky bis zum heutigen Tage zurückgelegt hat. II. Hier legt der Verfasser kurz seine Ansichten über den Begriff der Aspektkategorie dar. Seiner Meinung nach ist der Aspekt eine grammatische Kategorie, welche die Beziehung des Sprechenden zur Handlung ausdrückt, das heisst: sie drückt aus, ob der Sprechende die Handlung in ihrem Prozesse oder in ihrer Totalität, auf den Anfangs-, Endpunkt, oder auf ihre zwei Grenzpunkte konzentriert betrachtet. Inzwischen weist er durch veranschaulichende Beispiele auf die semantische und morfologische Zusammenhänge hin, welche zwischen den Aktionsarten, Aspekten und Verbalzeiten bestehen. III. Der Verfasser gibt hier in kurzen Umrissen ein Bild über die bisher eröffentlichten wichtigsten wissenschaftlichen Arbeiten in Bezug auf die Ausbildung der Aspektkategorie mit besonderer Rücksicht auf die Richtung, deren Vertreter der Meinung sind, dass das slavische Aspektsystem eine neue, slavische Bildung sei. IV. Der Verfasser analysiert die Aspektbedeutungen der Formen der altgriechischen und lateinischen Zeitwörter, um zu beurteilen, ob die slavische Grundsprache etwas in Bezug auf die Aspekte von der indoeuropäischen Grundsprache mitbringen könnte, und falls ja, was. V. Nachdem — des Verfassers Meinung nach —• die sprachlichen Tatsachen ihm das Recht geben den ersten Teil der Frage zu bejahen, untersucht er kritisch besonders die Konklusionen von van N. Wijk, V. V. Borodic und J. S. Maslov, und stellt fest, dass gar keine Kombinationen der Aktionsarten und Verbalzeiten den Begriff des Aspekts ins Leben rufen konnten. Schliesslich, alles zusammenfassend, was er über den Begriff des Aspekts, über seinen Zusammenhang mit den Aktionsarten und Verbalzeiten, sowie über die Aspektbedeutungen der altgriechischen und lateinischen Formen der Zeitwörter gesagt hat, zieht der Verfasser den Schluss, dass die Aspektkategorie des slavischen Zeitworts auf indoeuropäische Wurzel zurückgeht, die grammatische Bedeutung aber mit ihren Ausdrucksformen im Laufe der mehrtausendjährigen Entwicklung dermassen von der indoeuropäischen Grundsprache abwich, dass sie in ihrem heutigen Zustande für das Resultat einer slavischen Weiterentwicklung betrachtet werden kann. * Der behandelte Aufsatz ist nur ein Teil cler in Vorbereitung befindlichen Arbeit des Verfassers mit dem Titel: „Das russische Verbalaspektsystem." ZUR FRAGE DER ENTWICKLUNG DER RUSSISCHEN ASPEKTKATEGORIE 470