Az Egri Tanárképző Főiskola Tudományos Közleményei. 1966. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis ; : Nova series ; Tom. 4.)

I. Tanulmányok az oktatás és nevelés kérdéseiről - Dr. Berencz János: Erkölcsi nevelési problémák a magyarországi vidéki pedagógiai sajtóban 1867—1945.

Cím: Megjelenés helye: Évfolyam: Tolnavármegyei Tanügy Trencsénvármegyei Tanügyi Udvarhelyi Népnevelés Ungmegyei Tanügy Veszprém vm-i Tanügyi Közlöny Zalai Tanügy Zólyomvármegyei Tanügy Zsilvölgyi Iskola Szekszárd Trencsén Székelyudvarhely Ungvár Veszprém Nagykanizsa Besztercebánya Lupény 1895 1911 1907—11 1881—86 1913—14 1881 1916—19 1913 DR. JÁNOS BERENCZ: PROBLEME DER MORALISCHEN ERZIEHUNG IN DEN PEDAGOGISCHEN PROVINZBLATTERN UNGARNS, VON 1867 BIS 1945. Die Abhandlung behandelt sich mit den Problemen der moralischen Erzie­hung von 110 pädagogischen Provinzblättern. Im ersten Teil behandelt der Verfasser kurz die verschiedenen Typen der pädagogischen Provinzblätter: die kirchlichen, staatlichen Organe und die Zeit­schriften der Lehrerverbände. Im folgenden zweiten Teil wird die Periode von 1867 bis zum Ende des ersten Weltkrieges (1918) analysiert. Es wird gezeigt, wie sich die pädagogischen Provinzblätter mit den allgemeinen weltanschaulichen pädagogischen Fragen, mit der allgemeinen moralischen Haltung der Dorfjugend, mit den Problemen der sexuellen Erziehung, befassen. Eingehender wird die nationalistische Haltung die gegen die nationale Minderheiten feindselige Einstellung kritisiert. Als charakteristisches Problem wird das Problem der pädagogischen Deutung der Auswanderung erläutert. Als interessante Erscheinung kann die Einstellung einiger pädagogischen Zeitschriften zum Frieden erwähnt werden: in einigen Organen lesen wir manche pazifistische Phrasen, es gibt aber auch Stimmen, die die Unaufrichtigkeit der offiziellen, militaristischen Äusserungen bestreiten. In den Jahren des ersten Weltkrieges befasst sich die pädagogische Presse der Provinz auch mit der sogenannten „Kriegspädagogik", meistens im Sinn der offiziellen militaristischen Einstellung. Es können aber auch einige — vom bür­gerlichen Standpunkt gesehen „objektivere" Artikel genannt werden, in denen — neben den sogenannten pädagogischen Vorteilen der „Kriegspädagogik", zum Beispiel der hervorragenden Rolle der Erziehung zur Tapferkeit, — auch die pä­dagogischen Nachteile, die Schattenseiten — verhältnismässig offen eingestanden werden. Nur wenig beschäftigte sich die pädagogische Provinz-Presse mit der Erziehung zur „Kollektivität" — im bürgerlich-nationalistischem Sinne. Diese Artikel waren mit bürgerlicher „Nivellierungstendenz" durchdrungen und trach­teten danach, die Widersprüche, den Gegensatz der antagonistischen Klassen im Bewusstsein der Jugend zu dämpfen, die Illusion der „harmonischen bürgerlichen Gesellschaft" einflössen. Ein auffallend grosses Interesse wurde den praktischen Fragen der Schul­disziplin, der Züchtigung und der körperlichen Strafe gewidmet. Ein reges Zeichen dafür, dass so die objektive, wie die subjektive Verhältnisse für eine rich­tige Disziplin, für wahre harmonische Schulordnung im Kapitalismus ungünstig waren. Die Mehrzahl der Artikel behandelt diese Fragen konventionell, im Geiste der konservativen Pädagogik. Die Lehrer sehen zwar im Allgemeinen die Un­zulänglichkeit und die Mängel des Prügeins ein, sie können sich aber bei den gegebenen Schulverhältnissen, beim damaligen Niveau der theoretischen und praktischen Pädagogik — nicht genügend helfen, sie sind meistens nicht fähig, — Kurze Zusammenfassung. — 59

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