Acta juris Hungarici, 1932 (1. évfolyam, 1-4. szám)
1932 / 3-4. szám - Der Kellogg-Pakt im neuen system des Völkerrechts. (A Kellogg-paktum a nemzetközi jog új rendszerében.)
238 rang internationaler Vertragé betrifít, so ist diesbezüglich die Stellungnahme der Literatur einheitlich. Die Meinung der Vertragsparteieii sei demgemáss in erater Reihe massgebend: „... the interpretation of treaties is, in the first instance, a matter of consent between the contracting parties. If they choose a certain interpretation no other has any basis." 2 Besonders bemerkenswert ist auch diesbezüglich Fauchille's Auffassung: „... seuls les Etats qui ont conclu un traité entre eux, ont qualité et pouvoir pour l'interpréter, pour déterminer quel sens et quelle portée leurs plénipotentiaires ont.. .''3 Bezüglich des Kellogg-Paktes schreibt aber Philip Brown in der April-Nummer des American Journal of International Law (1929) „... it would seem beyond doubt or cavil that this treaty was accepted and signed only afther the most thorough dísicussion of its implications... Its importance is unquestionable." (S. 377.). Wo alsó die kurz gefassten Bestimmungen des Paktes über Pflichten und Rechte der Partéién zu Zweifeln Anlass gebén, dort müssen die im Notenwechsel enthaltenen Erklarungen unbedingt beachtet werden. Bezüglich der Bindekraft kann aber diesen Erklárungen nicht die gleiche Bedeutung zukommen. Die in dem Notenwechsel enthaltenen Bestimmungen sind námlich ihrem Inhalte nach in zwei Gruppén zu teilen: a) Wo hinsichtlich der einzelnen Vorbehalte und Interpretierungen aus dem Notenwechsel ein unbedingtes Einvernehmen sámtlicher kontrahierenden Partéién festzustellen ist, dort müssen diese Enunziationen in Bezúg auf die Rechte und Pflichten der kontrahierenden Partéién unbedingt beachtet werden. Hierzu können jene Enunziationen und Vorbehalte gezáhlt werden, welche in Bezúg auf das Selbstverteidigungsrecht, sowie auch auf die Geltung des Völkerbundpaktes und - Oppenheim, a. a. O. S. 760. Ebenso bei Marqués de Olivart. El Derecho International publico en los ultimos veinticinco afíos, Madrid, Espasa.Calpe, S. A. 1927. t. I. S. 501. Zit. bei Halleck*Baker, Internt tional Law, ed. 4. London, Kegan Paul, Trench, Trubner & Co, 1908. vol. I. S. 317. 3 Traité de Droit Inteirnational Public, Paris. A. Rousseau 1926. ed. 8.. t. I. pt. III., p. 373.