VJESNIK 1-2. (ZAGREB, 1915.)
Strana - Sveska 3. i 4. - 294
294: Anna. 125 Wahrscheinlich als Mitgift seiner Tochter erstattete Theodor die von Michael II. eroberte Stadt Skodra an die Serben zurück und zedierte ausserdem auch Prizren. 120 Nicht nur als serbischer Thron folger (kralj mladi), sondern auch als Lehensmann des epirotischen Despoten und späteren Kaisers verwaltete Radoslav das einstige Gebiet Vlkans, Dioklien (Zeta) mit den romanischalbanischen Städten bis Kattaro. 127 Der frühere „König von Dioklien", Vlkans Sohn Georg, verschwindet und taucht erst, nachdem der Stern Theodors schon lange untergegangen, im J. 1242 wieder in Dulcigno auf als „princeps Dioclie". 128 Als Befreier des griechischen Westens vom Joche der Fremd herrschaft führte Theodor überall ein rein griechisches Regime ein. An der Spitze der Administration in Ochrid, Kroja, Dyrrhachion, welch letzteres im J. 1225 neu befestigt wurde, 129 werden reine Griechen (Johannes Plytos, Georgios Kamonas, Georgios Aliates) genannt, 130 die sich aber ihre Stellung durch Blutsbande mit vornehmen albanesischen Familien zu festigen verstanden. Die ganze grossartige Titulatur des einstigen byzantinischen Reiches wurde unter ihm wieder lebendig. Duces, Sebastokratore, Sebasten und Protosebasten erscheinen wiederum auf dem ganzen Territorium, welches Theodor den Bulgaren, Serben, Lateinern entriss. Aber die grossen byzantinischen Themen konnten nicht mehr beibehalten werden, weil sie faktisch nicht mehr bestanden. Die ursprünglichen byzantinischen Themenkristalle waren schon endgiltig auf ihre Subindividuen zerfallen. Der Zersetzungsprozess der Grenzthemen nahm schon im 10. Jahrhundert in dem Entstehen von Klissurarchien seinen Anfang, seine Fortsetzung aber in der Herausbildung der Chartolarata, in denen Vor dem Falle des Reiches einzelne und wenige „casajia" gerade so be sonders erwähnt werden, wie in den späteren kleinen Archontien. 131 Das Entstehen von Archontien, winziger Provinzen, die sich um einen befestigten Platz gruppierten und die für das Auge des Geschichts schreibers erst zur Zeit der anjouvinischen Okkupation und dies nur 125 Krumbacher, Ein serbischbyzantinischer Verlobungsring, Stzb. der bayer. Ak. 1906. Heft 3, 421—451. Čajkanović, ByzZ 19 (1910) Ulf. 128 Im J. 1220 befindet sich diese Stadt unter der Herrschaft der Serben (Chôma, tianos n° 86 col 389). 127 Urk. von Kattaro 1217 bei Farlati 6, 439; Smičiklas 3, 103, 195, 208 Vgl. Kukuljević, Starine 21, 286 und Farlati 6, 437f. Jireček, G. der Serben 1, 301. > • 28 AAlb 1, 175. 129 Hahn, Alb. Studien 1, 118. ' : '*« AAlb 1, 149. 159. 1S » AAlb I, 129f. und 319.