VJESNIK 1-2. (ZAGREB, 1915.)
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277 Sailen" im Westen, Norden und Osten. In Verbindung mit Venedig, welches aber in vielen Angelegenheiten schon auf eigene Faust zu arbeiten begann, 17 wurden von hieraus (830—870) militärische Mass regeln getroffen gegen die andauernden Raubfahrten der Araber, die um diese Zeit selbst im nordalbanischen Küstenlande bei Medua (antikes Nymphäum) festen Fuss gefasst zu haben scheinen, 18 gegen die Pira terie der Kroaten, besonders der Narentaner 19 und gegen die schon damals sich bemerkbar machenden slavischen Archonten im nördlichen Theile des Themas, in Dioklien. 20 Von hieraus wurde der Konnex mit Italien durch Zurückeroberung Baris (871) erneuert, die Verbindung mit den treuen romanischen Städten Dalmatiens und Nordalbaniens, an deren Tore kroatische bzw. serbische Župane pochten, unterhalten. 21 Diese Provinz mit ihren über 30 befestigten Plätzen bildete eine Zeit lang einen Damm gegen die Expansion der Bulgaren nach Westen. Zwar wurden im J. 893—896 die meisten Burgen dieser Provinz, darunter auch die Stadt Skutari, deren Name auf den Säulen des alt bulgarischen Aul (Herrenhol) verewigt vurde, 22 vom Bulgaren Symeon besetzt, doch kommen die Byzantiner infolge der Bemühung des Magi stros Leo Choirosphaktes 23 bald in den ungeschmälerten Besitz dieses Themas zurück. Durch allmählige Verschiebung ihrer Macht vom Osten gegen Westen, die Soatç der Byzantiner, verblieben die Bulgaren in Ochrid und in der Landschaft am Flusse Dêvol die gefährlichsten Nachbarn dieser Provinz. Hier behaupteten sich die Bulgaren auch nach der Okkupation DonauBulgariens durch Svjatoslav's heidnische Russen (969—971), und trotz siegreicher Kriege des Kaisers Johannes Tzimiskes (971) erscheint unter Kaiser Basilios II. im Zentrum und im Westen der Halbinsel wieder ein neuer kräftiger bulgarischer Staat: die BoD^apta des SkylitzesKedrenos, Kekaumenos, Attaleiates, die " Lentz, ByzZ 3 (1894) 73ff. 18 Die Spur einer Sarazenenkolonie erhalten 1416 „Villa Sarachinopoli in la Medoa" (Ljubić, Starine 14, 37). Vgl. Vasilievskij, Vizantija i Arapi 1 (Petersburg 1900) 145ff. und besonders Manojlović, Rad 150. 63ff., welcher die Chronologie der arabischen Einfälle nach Süddalmatien (Budva, Kattaro, Rosa) feststellt. 19 Manojlović, Rad 150, 69. 20 840 „praeparavit exercitum contra Diuclitum Sclavum", Chron Johannis Venet. bei Rački, Doc. 336 und Chronache veneziane antichissime ed. G. Monticolo (Roma 1890, Fonti per la storia d'Italia) 1, 146. Vgl. Jelić bei Sticotti, Die römische Stadt Doclea 214 N. 165. 21 Gay, L'Italie méridionale (Paris 1904) 91f. Hartmann III 1, 282ff. Šišić, Vjestnik ark. društva 13 (1914—13) 33ff. 22 Uspenskij, Izvêstija ark. instituta v Kpolê 10 (1905). Vgl. Gerland ByzZ 17 (1908) 212. 23 ÀeXxcov r9jç lotoptx*?jç v.a.1 I&VOXOYW?]? Ixaip/aç 1 (1883) 396.