VJESNIK 1. (ZAGREB, 1913.)

Strana - SVESKA 3. - 200

200 der Kulpa-Brücke versammelt. Wahrend diess vorging, wollte der Szlui­ner Oberlieutenant Mirkovich mit einigen mitgebrachten Leuten, an die Zerstöhrung der Kulpa-Brücke Hand anlegen, und fieng an einige Ue­berlag-Pfosten aufzubrechen ; auch mehrere Wägen waren auf der Brücke schon aufgefahren. Er wurde aber durch die Bürger in seiner Arbeit auf der Stelle aufgehalten. Als er aber mit verschiedenen Schimpf-Wör­tern und Arretirungen der Bürger auf Befehl des französischen Gene­ralen zu drohen anfing, wollte mann Ihn ergreifen und in den ange­schwolenen Kulpa-Fluss stürzen, er suchte zu fliehen, allein umgeben von den Bürgern, war ihm dies unmöglich, er stürzte sich also selbst über das Geländer der Kulpa Brücke aut eine kleine unter derselben befindliche Treppelweg-Brücke, die mif dem Ufer zusammhängt, sprang ins Wasser, klammerte sich mit den Händen an das Ufer, verbarg den Kopf in das am Ufer befindliche Buschwerk, während sein Körper im -Wasser war, er wurde aufgesucht, konnte aber in der Dunkelheit der Nacht nicht gefunden werden, würde aber dennoch ergriffen worden seyn, wenn nicht der vormalige Insurrections-Oberlieutenant H. Carl v. Busan die Aufmerksamkeit des Volkes mit den Worten: „Seht dort ist er!" auf einen anderen Ort abgeleitet hätte, dergestallten, dass er so viel Zeit gewann, sich aus dem Wasser hinaus zu ziehen und durch Kukurutz­Felder zu entfliehen. ­Kurz darauf erschien der Szluiner Oberstleutenant Peezinger selbst, wie es schien mit einem Weinrausch behaftet, in Begleitung eines Feld­wäbels und 2 Mann, welche in Tüchern scharfe Patronen nach ihm trugen. Einer dieser Patronen-träger lispelte dem, auf der Schildwache auf der Brücke gestandenen Bürger Franz Ritter, leise ins Ohr folgende Worte: „Freund hütet Euch, es würd übel mit euch stehen, seht, wir tragen scharfe Patronen für das Comando, welches vor dem Ort Bania auf Vorposten steht". Diese Nachricht hat die Schildwache Franz Rit­ter den übrigen Bürgern gleich mitgetheilt. Plötzlich wurden diese Pa­tron nen-Träger durch die Bürger überfallen, und ihnen 43 Packel oder Duzet scharfer Patronen abgenommen, wovon noch heutigen Tages bei dem Jos. Szervarczy und Spissich in Bania einige Packel vorhanden sind, die übrigen aber vertheiiet wurden. * 1 . ­Der Obristlieutenant aber selbst brach in nachstehende grobe Schimpfwörter aus: „Ihr Lumpen, Räuber, Rebellen, was erregt Ihr für einen Aufrühr, wie untersteht euch höheren Befehlen sich zu wider­setzen, ich werde euch schon zeigen, wie ihr euch zusammrotten unter­fanget, ich gehe um meine Szluiner und lasse zwischen euch hinein •feuern". . ' Û . / " . . Aul diese unbesonnenen Drohungen wurde er alsobald ergriffen und man wollte Ihn über das Geländer in den Fluss hinabstürzen. Allein er hatte einige Freunde und Anhänger unter den Bürgern, unter

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