VJESNIK 1. (ZAGREB, 1913.)

Strana - SVESKA 3. - 201

201 anderen Ludwig Prelancz, Nicolaus Sebetich, Athanas v. Jankovich, Vit Jednak und mehrere deren Namen schon entfallen sind. Diese zogen ihn zurück, während andere ihn auf das Geländer heben wollten, der Einwohner Thaburet wollte ihm mit der Hacke den Kopf spallten, allein Herr Athanas v. Jankovich hat den Hieb von rückwärts aufge­halten, und ihn dadurch gerettet. Es wurden einige Musketen auf Ihn gefeuert, allein zu seinem Glück traf Ihn keine Kugel. Einerseits durch Bürger die Ihn verfolgten, anderseits aber durch seine Freunde, die ihn beschützten wollten, ergriffen, wurde er bis ' zum Festungs-Thor und in die Stadt geschleppt, welches Thor sobald er die Stadt erreichte durch den, auf der Wache gestandenen Officier der Bürger-Garde Apo­theker Joan. Valchich, zu schliessen veranlasst und er von der weiteren Wuth des Volkes dadurch gerettet wurde. Er begab sich sodann in das Haus eines Freundes Johann Valchich, während der General und alles was Militär war, auf dem inneren Platz vor dem Zeughause nach gehörten Flintenschüssen unter Bedeckung noch einiger vorhandenen Gens d' Armisten sich versammelten, und eiligst in der Nacht nach 1 Uhr, durch das Neue Festungsthor, auf einer ungewöhnlicher Strasse, weil der Weg durch die Vorstadt nicht mehr sicher, und Bürgerschaft auf dessen Gefangnehmung bedacht und entschlossen war, zu Pferde die Flucht ergriffen, denen sich dieser Obristlieutenant ebenfals beige­selt hat und ist nachdem er stat seinen verlohrenen Officiers-Hut und Säbel einen anderen von Valchich ausgeborgt hat, von Karlstadt ent­vviechen, und mit den Franzosen abgezogen. Die Bürgerschaft blieb die ganze Nacht hindurch auf der Brücke unter den Waffen, sandte Abgeordnete an den Comendenten der Avant Garde Herrn Generalen Grafen v. Nugent, um Hochdenselben von diesen Vorfall zu unterrichten, erwartete die Ankunft der k. k. oesterreichischen Truppen, welche jedoch erst am 20. früh erfolgten, zerzstörte den fol­genden Tag die Freimaurer Loge und ohngeacht den 2-ten Tag darauf bey einen allgemeinen Zusamm-Berufung der Familien-Vätter, durch den damaligen Maire Jos. Sporer in dem, von dem besagten Sporer, dann den Trtbunals-Praesidenten Franz Gerhaszi und Procureur Impe­rial Lucas Lyubich gehaltenen Reden, mit anrückenden französchen . Truppen gedrohet wurde, hielten die Bürger alle jene die französisch gesinnt waren, in Furcht und Respect. Die Soldaten des Szluiner Regi­ments von der Sichelburger Compagnie, welche zur Zeit obenerwährten Vorfalls ' vor Bania stationirt waren, haben sich auf Zureden der Bür­ger in denen Schupfen zu Bania grössten Theils verkrochen. Eine ge­ringe Anzahl ist ruhig und ungestörht vorbeigezogen, aber bald wieder zurückgekehrt. Und so gab die Stadt Karlstadt das erste Beispiel von Patriotismus und Unterwerfung unter dem Scepter des allerdurchlauch­tigsten oesterreichischen Kaiserhauses, welchen in wenig Tagen

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