VJESNIK 12. (ZAGREB, 1910.)
Strana - 224
224 gemelter drey er herrn grab, so weitter nit alsz auf ein schuhweit vor! einander, zu khunftiger nachrichtung halber drey khupferne Plech Plätl auf ein aichen Preti genagelt, die Schrift einwerz, darauff yedes herrn nahmen geschriben, in ein iedes grab besonder einlegen lassen, dises Inhalt : Joann Marco Comes Isolan Colonello ; Fridericus liber Baro a Herberstein Capitaneus; Maximilian liber Baro a Heiszenstein Capitaneus. (Fol. 156 a.) Diese herrn aber ligen auf der Christen, die man dis Orts Latiner nenet, begrebnus, nechst bey der Armenier begrebnusz, darzwischen nur ein Planckhen. Sy ligen aber hart auf ein schuehbreit aneinander, ein yeder in seiner besondern Truhen, vornen her gegen aufgangs der Sonnen vnnd dem Weeg zue neben einem braitten ligenden grabstein, darauf aber nichts geschrieben, herr von Herberstein vor an, in der mitte herr von Heissenstein, vnnd dan zulest Graff Isolan gewester Obrister, mit denn Füessen ligen sy gegen der Planckhen ohngefehr etwo bey drey Claffter weit gegen der rechten handt, auf etlich schritt sein zween grosz erhoben grabstein, wie man bey vnns den grossen herrn macht, darbey nun khunfftig diese greber desto leichter zu erkhenen. Gott verleye den ehrlichen herrn ein fröliche auferstehung ! Amen. Diesen Tag auch widervmb fürkhomen dasz Weib, welches wie obgemeltt des herrn Oratorn Harpfenisten den Pänckhl, ein jungen gesellen von 21 Jahren, in vnserem herein raysz für iren Son angesprochen vnnd begert, destwegen sy viel lauffen, weinen vnd schreyen gehabt, das er auf die Gassen nindert sicher gehen khönnen, auch herr Orator destwegen mit vnnser etlichen gemelten Pänckhl bey dem Ahmed Chiaia vnd Habiii Effendi fürstellen vnd gegen dem Weib verhören lassen, das Weib aber daselbst nichts änderst fürzubringen gewusst, als das sy mit viel weinen angezaigt, dasz er ir Sohn vnnd vor sechs Jahren bey Jula gefangen wordten, zu desen beweis sy auf seinem Khopf ein Zaichen einer Massen fürgezaigt, (fol. 156 b.J vnnd nebens gesagt, dasz er sechs Jahre alt gewesen, wie sy in verlohren. Weil wier aber dargegen angezaigt, dasz ihr fürgeben alles erdicht vnd falsch vnndt vnnser gar viel sein Vatter vnnd Mutter khennet, sein Vatter Ihr Khay. Majestät Hofcamer Secretari vnnd hernach Handtgraf gewest, er auch nit ein Mensch von 12 Jahren, irem anzeigen nach, sondern 21 Jahre alt, also ist dies Weib von gemelten zwayen abgewiesen worden. Diese Tag, weil wier aida still gelegen, sich auch begeben, das ain türggischer Weida mit seinen leuthen auf der strasz nit weit von dannen etliche Rauber so Räzen gewesen angetroffen, zween nidergehauen vnnd ainen fangen lassen, den gefangenen vnnd beeder Khöpf auf Griechischweissenburg gebracht, vnd wais nit ob auf sein Weida beuelch oder von inen selber seiner Diener ainer die beeden Khöpf in des herrn Oratorn Hoff für sein Losament geworffen oder aufgesteckht.