VJESNIK 9. (ZAGREB, 1907.)

Strana - 58

58 minder ausgefallen. Durch Paar in die Casine gevorfenen Haubizen, ergaben sich auch diese. Von diesen Tag angefangen liebten mich meine Hussaren, die vor anderthalb Jahren mich als ihre Geisel ansahen, und nur mit Furcht sich mir naheten, als gute Kinder ihren wolhmeinenden Vater. Nun brach der 28-te April heran, ich blieb in meinen Lager, den angekündigten Befehl erwar­tend. Nachmitags gegen 4 Uhr liesz sich der Kanonen-Donner, auch klein Gewehr-Feuer in meinen Rücken hören. Dies befremdete mich, ich schikte eine starke Patrouille nach jener Gegend zu. Mittler der Zeit hörte das Schiessen auf. Endlich kam der abgeschikte Oficier Lieutenat Palfy mit der Meldung zurück; der Franczösiche Generali Seruriere, von aller Verbindung mit Moreau abgeschnitten, und von Generallen Vukassovich tapfer angegriffen, hatte auf freyen Felde capitulirt und sich mit seinen Corps von 13.000 Mann als Kriegsgefan­gener ergeben. Diesz die Folge der glänzenden Ataque meiner tapferen Hu­ssaren. Kurz darauf zogen wir in Mayland ein. Das eviva schelte aus viel Tausend Kehlen, alle Strassen, Fenster und Balcon wimmelten von Menschen. Als ich mit meinen Regimente, das die Avantgarde machte, in die Stadt zog, da nam erst das eviva Ussari kein Ende. Aufrichtig waren damals die Seg­nungen und Freudbezeugungen, der guten Mayländer, und wir konnten es als wahre Belohnung für unsere Thaten ansehen. Nach diesen Siege gewann mich Suvarov so lieb, dasz er, die Neid erweckenden Rücksichten, beseitigte, und mir als Obristen so viele Truppen unterordnete, die einen Generalen geschmeichelt haben würden. Denn in unsere Armee leider einheymischen Neid zu wohl kennend, der durch diese vorzü­glüche Auszeichnung erweckt werden müszte, war ich nicht wenig besorgt, dasz ich auch bey guten Gelegenheit den Rusischen Generalen Förster, den Suvaroff besonders schäzte, mit den Ersuchen anvertraute mit Beyfügen den Feldmarschal darauf aufmerksam zu machen. Leider kurz darauf zeigten sich Beweise meiner langen Ahndung. Feld Marschal Lieutenant Ott, von den ich oben erwähnte, und bey dessen Division ich das Unglück hatte in Parmesa­nischen zu stehen, gehörte unter die vorzüglichsten meiner Neider und Feinde. Ich werde später wieder auf ihm kommen. In Mayland theilte sich unsere Armee. Der gröste Theil unter Suvaroff, und Melas zog gegen Piémont, und ich unter Otts Commando gegen Piacenza, und Parma. Klênau mit seinen Truppen war zu Ferara, und Fürst Hohenzollern in Modena. Mit meinen Hussaren, und 3 Battailons Infanterie passirte ich bey Piacenza den Po, von da rückten wir nach Parma, nach da bezogenen Laager, und getrofenen Dis­positionen, gieng ich von meinen Officiers Corbs begleitet zur Herzogin von Parma, oesterreichische Princessin, Tochter der groszen Maria Theresia, und Tante unseres Kaysers Namens Amalia. Als mann mich anmeldete, eiligst kam uns die Erzherzogin, begleitet von einigen Hofdamen entgegen mit Rührung, und herzlichen Güte sagte Sie: Ich bin Ihnen Herr Obriste, und Ihren tap­feren Regimente vielen Dank schuldig, für den glänzend erfochtenen Sieg. Sie haben den Kayser, meinen Neffen die Lombardie wieder erobert ; Sprechen Sie mit was kamt ich Ihnen meine Erkäntlihkeit bezeugen? Aus der Fülle meines Herzens gab ich zur Antwort: In diesen schönen Augenblick bleibt mir nichts zu wünschen übrig. Sie ertheilte gleich Befehl meine braven Hussaren, Schinken Käse, Brod, Wein in Überflusz ins Lager zu schicken. Während ich in mein

Next

/
Oldalképek
Tartalom