VJESNIK 9. (ZAGREB, 1907.)

Strana - 57

57 stützen, und nöthigen Fais aufzunehmen, wie freudig thaten Sie das. Diese Attaque entschied den Sieg, die Franzosen retirirten eiligst, und nicht in bester Ordnung, obschon Moreau sie commandirte, und ich rückte mit Vor­sichtigkeit den Feind verfolgend gegen Naviglio vor. Als es schon Abend wurde, unbekannt mit der Disposition dieses Tages, schikte ich über den glück­lichen Erfolg meine Meldung, den ersten besten Generalen suchend, und mir die weiteren Instruction erbittend. Die abgeschickten Officiere kamen mit den Meldung zurück sie fanden keinen. Ich liesz halten. Eine Division wurde den Feind beobachtend nachgeschikt, und ich ritt selbst mit meinen Adjutanten und 4 Ordonanzen auf der Hauptstrasse gegen Vaprio, um von ersten besten aufstossenden Generalen von der Disposition des Tages näher unterrichtet zu werden. Ich ritt nicht lange, so stiess ich schon auf einen Pulk Kosaken den der Feldmarschal Suvarov mit seiner zahlreichen Suite folgen. Kaum als diese mich ausnahm, schrie sie aus vollen Halse : Es lebe der Sieger des Tages ! Suvarov auf einen Kosacken-Pferde reitend, mit einen Handschuch in der Hand, und ein Casquete auf dem Kopfe, zog mich an Sich, küszte mich, und fragte, wie heiszt den du? Als ich sagte Obrist Knezevich, vermuthend, ich könte etwan ein Sohn seines Schulfreindes seyn, wofon ich oben Erwähnung machte, wurde noch herzlicher und sagte : Kraft der mir von unseren Kayser Frantz ertheilten Macht, decorire ich dich für deine und deines tapferen Re­giments heute abgelegten Heldenthathen, und Entscheidung des Sieges mit den Theresien-Orden. Durch dich siegreich betratt ich kaum ein mir fremdes Land, gegen einen, bis heute mir annoch unbekanten Feind. Bis zu Tränen gerührt neigt ich mich, und erbath mir seine weiteren Befehle, worauf er mir erwiderte. Du hast heute bewiesen, was du vermagst, ziehe in Gottes Namen gegen Moy­land. Ich verbeugte mich, und flog zu meinen tapferen Hussaren Dies war der schönste Tag meines Lebens ! Kaum hie gelangt meldete mir einer der 6 detachirten Corporale Namens Martinkovzky, welcher später die goldene Medaille erhielt, den franczosischen Generalen der Cavalerie bleszirt als Ge­fangenen gebracht zu haben. Ich sprach mit ihm, ohne ihn zu sehen, da schon finster war. Er sagte mir über den glänzenden Sieg menge der verbündlichsten Complimente. Ich liesz ihm, begleitet von einer meiner Aerzte nach Irezzo bringen. Rakovzky mit der Majors Division war bereits eingerückt; Stellte mich vor die Fronte meiner Truppe, und ersetzte auf der Stelle die an diesen Tag vacant gewordenen Chargen, nicht nach den Range, sondern nach der an diesen Tage des Sieges geschehenen Auszeichnung, von da zog ich gegen Mayland. Drey Viertel Stunden diesseits dieser Stadt liesz ich die ermatteten Pferde abfüttern. Kaum abgesessen ereylte mich ein Ordonanz-Officier des Suvaroffs, mit den Auftrage dort, wo er mich antreffen würde, möchte ich Hall machen, und die weiteren Befehle erwarten. Ich benützte die wenigen Augen­blicke, und liesz für meine braven Hussaren Fleisch, Brod, Wein, und Käse holen, das die guten Lombarder ohnaufgefordert in Menge in mein Lager brachten. An diesen grossen Tage war der Verlust meines Regiments beträch­tlich, 8 Officiers todt, und blessirt, 117 Mann von Wachtmeister abwärts, und 152 Pferde; Hätte Obrist-Lieutenant Hertelendy sich bey einer Casine nächst Inzago, wochin sich die flüchtigen Franczosen zu retten glaubten, und auf die Hussaren heraus feuerten, nicht zwecklos aufgehalten, der Verlust wäre weit

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