VJESTNIK 4. (ZAGREB, 1902)
Strana - 104
104 Grossen, die 12 Stämme, d. h. das Ladislaus (?!), und dass sie nicht ganze kroatische Volk vertretend, mit unterjocht werden, Hessen sie sich Koloman in jenem ernsten und schick- mit Koloman in Unterhandlungen ein, salsschwangeren Augenblick, als sie der ja ohnehin sagte, dass er nicht bereit waren den Herrscher eines frem- gekommen sei, sie zu unterjochen, sonden Staates als ihren König anzuer- dern nur seine angeblichen (?) Rechte kennen, in erster Reihe über die poli- auf Kroatien zu realisiren. Nachdem tischen Rechte des kroatischen Volkes er ihnen in der That versprochen hatte, verhandelten". alle ihre politischen Rechte zu beUm diese „Voraussetzung" zu stätigen (Beweis?), fühlten sie sich bebegründen, sagt der Recensent: „man wogen, ihren bisherigen König zu vermusste über die politischen Rechte lassen, der wahrscheinlich nicht allgeverhandelt haben, denn sonst würde mein anerkannt war, da ihn die das einige, von seiner starken Armee Grossen ob seiner Würde beneideten." beschützte Volk Koloman gewiss nicht gutwillig als König anerkannt haben". Also Koloman durfte es zwar nicht wagen mit bewaffneter Hand vorzugehen, er kommt aber doch mit einer Armee an die Drave; die kroatischen Stämme sind einig, ein Theil geht aber zu Koloman unterhandeln, während ein anderer Theil dem König Peter treu bleibt; die 12 Grossen verhandeln im Namen der ganzen kroatischen Nation mit Koloman, während ihr König mit seinem und mehreren anderen Stämmen gegen Koloman kämpft; das kroatische Volk war durch eine starke Armee beschützt und hätte Koloman nicht gutwillig als König anerkannt, sobald aber Koloman mit seiner Armee an der Drave erschien, war die Situation sofort stark verändert, die Kroaten fürchteten, dass sie unterjocht würden, trotzdem Koloman es nicht wagen durfte mit den Waffen vorzugehen. Es ist nur nicht recht ersichtlich, wann Koloman aufhörte und wann die Kroaten anfingen sich zu fürchten. Wenn sie damit anfingen, als König Koloman an die Drave kam, so ist der psychologische Moment nicht recht ersichtlich, in welchem sie ihren König verliessen; dieser arme Teufel war nach Gruber eigentlich der einzige, der sich nicht fürchtete, und gerade der wurde von den Furchtsamen erschlagen. Der Recensent deutet an, dass die Grossen den König Peter verliessen, weil sie ihn beneideten, er sagt aber von diesem beneideten König, dass er nicht anerkannt war, dass er schwach war, so, dass er sein Land nicht vertheidigen konnte, und dass er sich auf dem Throne nicht behaupten konnte. Es wäre immerhin eine dankenswerthe Aufgabe festzustellen, um was ihn dann die Grossen eigentlich beneideten, und wie so er König war, wenn er nicht anerkannt war und sich auf dem Throne nicht behaupten konnte. Mein Recensent geht aus, den Abschluss einer Personalunion mit Koloman zu suchen und findet, dass die Kroaten schon von Ladislaus unterworfen wurden. Das ist jedenfalls eine überraschende Entdeckung, sie stimmt zwar überein mit der Behauptung des Thomas Archidiaconus, aber sie widerspricht den Dokumenten. Es scheint mir, dass durch solche Argumente dem „König Peter Svačić"