VJESTNIK 4. (ZAGREB, 1902)
Strana - 99
99 das bei Ludbreg gelegene Cernée und bei Zelina noch ein anderes Gut im Komitate Belovar erhält 1 . Am 16. September 1327 erscheint er unter den kroatischen Magnaten 2 ; am 29. Mai 1328 kauft er das im Komitate Zala gelegene Szentmiklösszigete, in welches er am 12. Mai 1329 eingeführt wird 3 ; 1353 erscheint er unter den Mitgliedern des Geschlechtes Peez and nennt sich ausdrücklich ein Mitglied des Geschlechtes Peez 4 ; 1361 lebt er nicht mehr. Erwägen wir nun, dass Palatin-Ban Dionys den Ban Gregor dg. Peez seinen Verwandten nennt, — dass des Palatins Bruder Peter ist, — dass Peter's Sohn Nikolaus v. Ludbreg dg. Peez die Erbansprüche der TochterNachkommen des Palatins befriedigt, — dass die Güter Dionys' und Nikolaus' sich in Kroatien und im Komitate Zala befanden: liegt es unwiederleglich auf der Hand, dass Ban Dionys' ein Mitglied des in Kroatien noch später sehr oft auftauchenden Geschlechtes Peez (das ursprünglich im Komitate Veszprém vorkommt) ist. Hieraus ergibt sich aber noch ein anderer Schluss : Wir haben gesehen, dass Dionys Obergespan von Moravče war und Nikolaus von Ludbreg schon 1320 bei Zelina begütert erscheint. Da nun im Sinne der Urkunde von 1227 Peters Sohn Nikolaus v. Ludbreg ebenfalls Besitzer im Komitate Moravče ist und er sich in derselben Urkunde auch Herrn von Zelna nannt, ist es unwiederleglich nachgewiesen, dass wir es mit dem Neffen Dionys' zu thun haben und dass somit das Datum der Urkunde im Sinne des uns über diesen Nikolaus Bekannten nicht auf 1227, sondern auf 1327 fällt! Im Datum der Urkunde ist eben zufällig ein C ausgeblieben. IL Hazai okmânytâr VII. 31. Unter dem Jahre 1244 finden wir im III. Bande von „Hazai okmânytâr" Seite 7 eine Urkunde veröffentlicht, mittelst welcher „B. dei gracia dux et banus tocius Sclavonie" die Grenzen eines am Flusse Liskorcz gelegenen Besitzes umschreibt. Das Original der Urkunde befindet sich in Galgocz im Erdödy'schen Familienarchive. Der Herausgeber der Urkunde nennt im Rubrum derselben den Aussteller: „Prinz Béla, Ban von Slavonien", wofür ihn auch Wenzel VII. 175 hält. 1880 wurde diese Urkunde neuerdings im Hazai okmânytâr VII. 31 veröffentlicht; doch diesmal änderte der Herausgeber das Rubrum, indem er in dem Aussteller derselben gar den König Béla IV. sieht. Dass unter einem „dux et banus" kein König verstanden werden kann, ist so einleuchtend, dass jede weitere Begründung hier überflüssig ist. In nachfolgenden Zeilen soll aber der Nachweiss dessen geliefert werden, dass wir es in vorliegender Urkunde auch nicht mit einem Prinzen Béla zu thun haben. Diejenigen, die ihn dafür halten, spielen auf Béla's IV. jüngeren Sohn 1 Kukuljević in seiner Abhandlung über das Priorat von Vrana. 2 Blagaj okmânytâr 101. 3 Zalam okmânytâr I. 220.. 4 Original Urkunde in meinem Besitze; auch im ugarischem National-Museum vorhanden, 8