VJESTNIK 4. (ZAGREB, 1902)

Strana - 98

98 richtern auch von ungarischer .Seite Georg' s Söhne Dionys und Peter 1 ; am 5. Februar 1279 nimmt Dionys als „gewesener Palatin" an einem unter Vorsitz des Palatins Mathäus dg. Csâk in Baböt (Komitat Sopron) abgehaltenen Rich­tersitzung Theil 2 ; am 28. Juli und 18. Oktober 1284 ist er als Titularban Obergespan des Komtates Sâros 3 ; dies ist aber die letzte Nachricht, 'die von ihm als Lebendem spricht. Von seinen Besitzverhältnissen ist nur wenig bekannt. Im Jahre 1257 ist er Besitzer von dem an der Kerka im Zalaer Komitate gelegenen Bakonyhida 4 ; und im Jahre 1361 erfahren wir, dass Peter's Sohn Nikolaus von Ludbreg die Nachkommen der Tochter des Palatins Dionys, der Gattin des im Zalaer Ko­mitate angesessenen Stefan v. Alsolendva dg. Buzäd-Hahöt mit Bezug auf deren Erbansprüche aus dem Nachlasse des Palatins befriedigt, indem er ihnen noch vor 1361 die im Zalaer Komitate gelegenen Orte Csörnecz und Csörneföld überlassen 5 . Ueber Dionys' Familienverhältnisse wissen wir Folgendes : a) Tkalčić Mon. eccl. Zagrab. I. 218. und 221. theilt ein und dasselbe Dokument mit, doch ist es einmal (218) von 1285, das anderemal (221) von 1288 datirt; es geht aus demselben hervor, dass Ban Radoslav (ein Ahn der Blagaj) den Ban Dionys, der damals nicht mehr lebt, seinen Verwandten (fra­ter) nennt. Da wir Dionys nach 1284 nicht mehr begegnen und es nicht an­zunehmen ist, dass ein so hervorragender Mann nach 1284 ganz beseitigt worden wäre, so ist die grössste Wahrscheinlichkeit vorhanden, dass er Ende 1284 oder Anfang 1285 gestorben ist. Die Verwandschaft mit Radoslav ist mit Entschiedenheit auf eine Verschwägerung der beiden Familien zurückzuführen. b) Oben haben wir schon gesehen, dass Dionys mit seinem Bruder Peter am 6. November 1278 in Zagreb unter den ungarisch-kroatischen Grossen sich befindet. c) Dionys nennt im Jahre 1275 den uns sehr wohl bekannten Ban Gregor dg. Peez seinen „Karissimus Frater" 6 . d) Wir wissen, dass Peters Sohn Nikolaus von Ludbreg (im Komitate Križevac) noch vor 1361 die Nachkommmen der Tochter des Palatins Dionys aus dem Nachlasse des Palatins ausbezahlt; dies ist selbstverständlich ein sicheres Zeichen dessen, dass des Palatins Sohn Johann, der im Sinne einer Urkunde in Zalam. okmânytâr I. noch im Jahre 1292 als Besitzer im Zalaer Komitate erscheint, ohne Hinterlassung eines männlichen direkten Erben ge­storben und dass somit Peter's Sohn Nikolaus von Ludbreg, der die Erban­sprüche der Nachkommen von Dionys' Tochter begleicht, kein anderer sein kann, als der Sohn Peter's, des 1278 vorkommenden Bruders des Palatins. Dieser Nikolaus v. Ludbreg, Sohn Peter's, taucht 1320 auf, in welchem Jahre er für die Johanniter die Burg Belavar zurück erobert und von ihnen 1 Blagaj okmânytâr 34. 2 Hazai okmânytâr V. 64. 8 Hazai okmânytâr VI. 261. (ohne Datum) 305. 4 Wenzel VII. 466. 6 Zalam. okmânytâr I. 628. a Hazai okmânytâr IV. 54.

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