ARHIVSKI VJESNIK 28. (ZAGREB, 1986.)

Strana - 31

Winfried Schulze, Novi izvori za povijest slavonske seljačke bune 1573. Arhivski vjesnik, 28/1985. str. 7—44. paurn zusamen gethan, ettliche iren grundherrschaften für die heuser unnd flecken geruckht, unnd sich vermessenlich unndstanden, die noch gehorsamen unnderthanen derselben orten zu irem streflich fürnemmen gewalthettigelich zu zwingen, also irer gemachten unnd berait in das werkh gezognen conspiration einen sterkern anhang von dem gemainen mann zu einem hochnachtailig schedlichen aufstannd wider ire orden­liche oberkait zu machen und zu erwecken. Weil dann jetziger zeit auf dergleich bösse muetwillige practiken unnd sonnderlich ob ditz feuer nit weiter greiffen wolle, zeitliche achtung zu geben hoch von nöten thuet, demnach haben wir aus genediger vätterlicher fürsorg nit umb­geen können, euch diser ding hirmit zu berichten. Unnd ist daneben unser befelch unnd mainung, das ir bey unsers closters, eurer Ver­waltung händermesossen in geheym guete kuntschaft unnd nachforsc halltet, seytemaln sich solch feuer gemeinerlich vor unnd in den gepürg zu erheben pflegt, ob nit durch die unndthanen ebenmessige haimb­liche conspiration, practik oder zusamenlauf getriben unnd geüebt werde. Item ob sich nit ettwa unbekhandte, frembde verdechtige personen bey inen sehen lassen unnd aufhallten. Unnd do ir einige oder mer betrettet, dieselben nit fortpassieret, sonnder umb lauttere anzaigung ires thuns, lassen unnd heerkommens, auch sonsten auf alio andere umbstennd nothdürftigelich besprechet, do bey inen ichts verdechtigs befunden wurdet, dieselben aufhalltet, unnd unns dessen sambt deme, do euch in ander weeg was von dergleich streiflichen nachtailigen practiken für­komme, so tags so nachts in Schriften berichtet. Neben den wollet unns mit ehistem ein bestendige verzeichnus übersennden, wie und was für personen ir under euren hinndersessen habet, so sich hievon in kriegs diennsten gebrauchen lassen, oder zum selben auf den notfall, welcher der allmechtig gnediglich zufürkommen geruhe, mit häggen oder anndern Wöhren tauglich sein möchten. Damit wir beyleuffig wissen mügen, wes wir zur zeit der not von dergleichen kriegsgeüebten leuten gewis sein können. Doch wollet solches alles mit solcher beschaidencheit handien, auf das der gemain man des crai­nerischen unnd steyrischen tumults nit gewahr werde. An dem volzieht ir unnser haissen. Datum München den 17. Febri Ao. 73 An die herren preläten vom gepürg nemblich brobst: Polling, Rotenpruch, Abbt: Steingaden, Etal, Benedichtenpeurn, Heiligenpekh, Brobst: Bernried, Dietramszell, Schlechdorf In simili mutatis mutandis an: Pfleger zu Tölz, Weilheim, Rauhenlechperg, Hohenschwangau, Richter zu Schongau, Lanndsperg, Pfleger zu Murnau, Pfleger zu Reichenhall, Aurburg, Rosenhaim, Traunstein, Marquartstein. 31

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