Asztalos István - Sárfalvi Béla: A Duna-Tisza köze mezőgazdasági földrajza - Földrajzi monográfiák 4. (Budapest, 1960)

Irodalom

103%. Der Aufschwung zeigte sich nicht nur in der zahlenmäßigen Vermehrung, sondern auch in der Ausbreitung der Fleischschweinezucht. Die grundlegende Zuchtrichtung liegt jedoch noch immer bei der Aufzucht von Fettschweinen, obwohl es schon viele Kreuzungen von Fleisch- und Fettschweinen gibt. Die zahlenmäßige Vermehrung des Schweinebestandes brachte es natürlich mit sich, daß der auf eine landwirtschafthche Fläche von 1000 Katastraljoch errechnete Schweinebesatz in Großvieheinheit sich zwar ebenfalls erhöht hatte, jedoch den durch­schnittlichen Schweinebesatz des ganzen Landes nicht erreichte. Den richtigen wirt­schaftspolitischen Maßnahmen ist zu verdanken, daß in der Bácska wiederum ein inten­sives Schweinezuchtgebiet entsteht und auch in der O—Hälfte des hügeligen Sandgebietes die Schweinezucht an Raum gewinnt und auch dieses zu einem Gebiet mit hohem Schwei­nebesatz geworden ist. Parallel mit der zahlenmäßigen Vermehrung läuft die Verminderung des Anteils des Saubestandes am gesamten Schweinebestand. Am wenigsten Säue gibt es in der Umgebung der Hauptstadt (weniger als 6%), da sich dort viele Einwohner nicht mit Landwirtschaft beschäftigen und größtenteils nur mästen, aber nicht züchten. Die Ver­mehrung des Bestandes bleibt aber dem Landwirt überlassen. Der große Anteil (22,6%) an der Gesamtheit der Großvieheinheiten zeigt die hervorragende Bedeutung der Schwei­nezucht. Ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Struktur des Viehbestandes liegt nicht in der Verminderung der Zahl der Schweine, sondern in einem rascherem Auf­schwung der Rinderzucht. 7. Die Gestaltung der Schafzucht bis zum Jahre 1935 Als Folge der Intensivierung der Viehzucht hat die Schafzucht immer mehr an Umfang verloren; der zahlenmäßige Rückgang ging jedoch mit einer Umwandlung der Rasse Hand in Hand. Die lang- und grobhaarigen Rassen wurden langsam von den fein­wolligen Merinos verdrängt, die den Ansprüchen der Industrie besser entsprechen. Im Rahmen der kapitalistischen Wirtschaft wechselte jedoch in den verschiedenen Ge­bieten häufig die jeweils gezüchtete Rasse und immer mehr bürgerte sich die vielseitige Verwendung ein (Wolle, Milch, Fleisch). Infolge des zahlenmäßigen Rückganges war der Anteil des Schafes am gesamten Bestand in Großvieheinheiten nur 2,4%. 8. Die gegenwärtige Lage in der Schafzucht In den Jahren zwischen 1935 und 1957 fällt zweifellos der Aufschwung der Schaf­zucht am meisten auf; die Zahl der Schafe ist um 62% höher als vor 20 Jahren. Dem Bedarf der Textilfabriken entsprechend, wurde das Merinoschaf Alleinherrscher, da seine Zucht in erster Linie zur Gewinnung der Wolle dient. Das Schaffleisch erfreut sich keiner allgemeinen Beliebtheit und auch auf die Milch wird wenig Wert gelegt. Die Zucht ist jedoch auch heute noch ziemlich extensiv, sie ist hauptsächlich im S des Donau—Theiß- Zwischenstromlandes auf den mageren, sandigen Weiden und den Alkalibödcn verbreitet. Hier findet man den größten Schafbesatz (10—19) und dieser übersteigt den auf eine landwirtschaftliche Fläche von 1000 Katastraljoch berechneten durchschnittlichen Schaf - besatz in Großvieheinheiten (7). Innerhalb des Schafbestandes ist auch der Anteil der Mutterschafe gestiegen. Dies ist nicht nur vom Standpunkt der rascheren Vermehrung vorteilhaft, sondern es weist auf die vielseitige Verwendung und den Übergang auf eine wirtschaftlichere Art der Aufzucht hin. Die Schafzucht hat auch innerhalb der Viehzucht an Raum gewonnen, was der höhere Anteil an den Großvieheinheiten (3,9%) bezeugt. C) DIE VERTEILUNG DES VIEHBESTANDES NACH SEKTOREN Im Jahre 1967 lag die Viehzucht im Donau—-Theiß-Zwischenstromland größten­teils in den Händen von Einzelwirtschaften. 86,5% aller Großvieheinheiten waren hier zu finden; im sozialistischen Sektor, und innerhalb desselben bei den LPG, war die Viehzucht unbedeutend. Im sozialistischen Sektor ist allein die Schafzucht hervorzuhe­ben, während die Pferdezucht wesentlich geringer ist und dieser Umstand zeigt die stär­ker entwickelte Mechanisierung der Landwirtschaft im sozialistischen Sektor. Der Vieh-332

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