Asztalos István - Sárfalvi Béla: A Duna-Tisza köze mezőgazdasági földrajza - Földrajzi monográfiák 4. (Budapest, 1960)

Irodalom

15% des Gesamtbestandes. Das hauptsächlichste Gebiet der Aprikose ist die Gegend von Kecskemét, sie ist aber auch im Umkreis von Budapest und Szeged verbreitet. Trotz der Ertragsschwankungen auf Sandböden — man kann sie durch eine Kultur auf zwei Niveaus (Weinbau—Obstbau) herabmindern — verbreitet sich der Aprikosenbestand auch in der S-Hälfte des hügeligen Sandgebietes. Der Bestand an Pflaumenbäumen ist etwas größer als der von Apfelbäumen. Sie sind infolge ihrer Anspruchslosigkeit auch auf den öden Sandflächen verbreitet anzutreffen. Der Bestandan Nuß-, Mandel-, Kastanien- und Mispelbäumen beträgt etwa 6% aller Obstbäume. Der Weinbau ist eines der typischesten und wichtigsten Zweige der Landwirtschaft im Donau—Theiß-Zwischenstromland. Hier befinden sich etwa 40% der Weingärten des Landes. Die Bodenverhältnisse haben die gegenwärtige territoriale Verteilung der Wein­gärten im Donau—Theiß-Zwischenstromland grundlegend beeinflußt. In früheren Zei­ten — vor dem Auftreten der Phylloxera — hat sich ein Weinbau größeren Ausmaßes nur in der Gegend von Kecskemét und Baja sowie in den bergig-hügeligen Randgebieten im N heraxisgebildet. Nach den Verwüstungen durch die PhyÜoxeraseuche ist die Bedeu­tung der immunen Sandböden außerordentlich gestiegen. Die sich rapid vermehrenden Weinbauflächen fielen genau mit dem sich in NW—SO-Richtung hinziehenden Sand­hügelzügen bzw. einzelnen isolierten Sandflecken zusammen. Pioniere der Flugsandbefestigung waren die Bauern auf Kleinparzellen; die Groß­grundbesitzer haben auf dem Flugsand meistens aufgeforstet oder sie haben ihn als Weide verwertet; beachtlichere Weinanpflanzungen erfolgten erst zwischen den zwei Welt­kriegen. Nach der Befreiung verbesserte sieh, dank den Neuanlagen durch die staatlichen Weingüter, der Anteil des großbetrieblichen Weinbaus. In den Jahren nach der Befreiung entwickelte sich unter staatlicher Verwaltung der großbetriebliche Weinbau gleichmäßig weiter; der Weinbau auf Kleinparzellen konnte sich nach kleineren oder größeren Erschütterungen erst in der allerletzten Zeit wieder erholen. Das Donau—Theiß-Zwischenstromland verfügt gegenwärtig über eine Wein­baufläche von etwa hundertfünfzigtausend Katastraljoch, doch darüber hinaus bestehen noch ausgiebige Möglichkeiten zur weiteren Ausdehnung des Weinbaus. Selbstverständ­lich eignet sich nicht jede Sandfläche für den Weinbau, sondern nur die ebenen Gründe in mittlerer Lage, und zwar dort, wo unter der oberen Sandschicht bindiger brauner Sand oder Lehm liegt. Die zur Anlage geeigneten Gebiete befinden sich in erster Linie im mitt­leren Streifen des hügeligen Sandgebietes und zwar in deren S-Hälfte. Parallel mit der Neuanlage von Weingärten ergibt sich die Aufgabe der Erneue­rung bzw. Neuanlage des gegenwärtigen Bestandes. Es lassen sich nämlich nur etwa 60% der Weingärten erneuern, weitere 30% müssen neu angelegt werden. An erster Stelle steht unter den Weinsorten des Donau—Theiß-Zwischenstromlan­des der sog. Kadarka, er wird auf mehr als 40% der Weinbaufläche gezogen. Der sog. Kövidinka nimmt nur eine halb so große Fläche in Anspruch, während der sog. italie­nische Riesling und der Izsák-er Sárfehér auf einem Drittel der Weinbaufläche gezogen wird. Sehr gering ist der Anteil der Tafeltrauben. 4. Die Verteilung der Pflanzenproduktion nach Sektoren im Donau—Theiß-Zwischenstromland Die Anteilsverhältnisse der Anbauflächen von landwirtschaftlichen Pflanzen nach Sektoren folgen nicht der sektorenweisen Verteilung der Ackerfelder, sondern sie ent­wickeln sich entsprechend den Eigenheiten der jeweiligen Betriebsformen. Die Anbaustruktur der Ackerböden von Einzelwirtschaften und sonstiger Wirt­schaften (im Jahre 1957 = 79,0%) wird durch den hohen Anteil von Brotgetreide, Mais, Wurzel- und Knollengewächsen sowie von Gemüse charakterisiert, während Getreide­­und Rauhfutterarten eine untergeordnete Rolle spielen. Bei den Einzelwirtschaften er­höht sich die Anbaufläche der extensiven Pflanzen in direktem Verhältnis zur Größe der Wirtschaft, dagegen sinkt der Anteil der arbeitsintensiven Kultmen. Die Feldwirtschaft der LPG (im Jahre 1957 = 11,0%) bildet den Übergang in Richtung der Produktion der höherentwickelten VEG. Im Vergleich zum Privatsektor haben diese mehr Futterpflanzen, andererseits ist bei ihnen der Saatflächenanteil von Mais und Zuckerrübe höher als im staatlichen Sektor. 328

Next

/
Oldalképek
Tartalom