Asztalos István - Sárfalvi Béla: A Duna-Tisza köze mezőgazdasági földrajza - Földrajzi monográfiák 4. (Budapest, 1960)

Irodalom

Die VEG und VEB (im Jahre 1967 = 10,0%) bauen im größten Ausmaß Futter­pflanzen an, demgegenüber ist ihr Anbau von Gartengemüsen und Hackfrüchten be­schränkt. Die Ernteerträge der meisten Pflanzen sind im Rahmen der großbetrieblichen Wirtschaft die günstigsten. Ca. 80% des Wein- und Obstbaus gehört zum Privatsektor. III. Kapitel ENTWICKLUNG UND GEGENWÄRTIGER STAND DER VIEHZUCHT A) FUTTERBASIS Der Aufschwung der Viehzucht im Donau—Theiß-Zwischenstromland, ihre Ver­schiebung in Richtung einer Intensivierung kann ohne die Schaffung einer gesicherteren als die gegenwärtige Futterbasis nicht erfolgen. Das bezieht sich in erster Linie auf das hügelige Sandgebiet, wo die Futterversorgung am schwächsten ist. Zur Fütterung des Viehbestandes ist der Anbau von Futtermitteln, der Anbau von Rauh-, Hart- und Saftfutter am wichtigsten. 1. Der Anbau von Rauhfutter ist ziemlich zurückgeblieben, besonders auf den hügeligen Sandgebieten. Verhältnismäßig fortschrittlicher ist er in den Randgebieten, doch ist er auch hier nicht zufriedenstellend. Unter den Rauhfutterpflanzen ist die Luzerne die wichtigste, sie ist eine der billigsten und wertvollsten Futterpflanzen der Viehzucht. Ihr verdaulicher Eiweißgehalt und Stärkewert ist hoch. Eine gleichfalls hochwertige Futterpflanze ist der Rotklee. Bedeutend ist noch der verdauliche Eiweißgehalt und Stärkewert von Süßklee, Wickhafer, Steinklee, Sudangras und Platterbse. Unter den Futtergetreiden ist die Gerste am meisten verbreitet, ihr Durchschnittsertrag ist jedoch im hügeligen Sandgebiet sehr gering. Mais wird überall angebaut, auf Sandböden liefert er jedoch nur geringe Erträge. Unter den zur Fütterung bestimmten Knollen- und Wur­zelgewächsen sind Kartoffel und Futterrübe am wichtigsten. Ihre Bedeutung wird noch durch den Umstand erhöht, daß im Donau—Theiß-Zwischenstromland sehr wenig Rauh­futter angebaut wird. 2. Als Folge der auf eine Intensivierung gerichteten Entwicklung der Viehzucht, spielen Wiesen und Weiden für die Fütterung der Tiere eine weit geringere Rolle als bisher. Trotzdem kann bei einer hochentwickelten Viehzucht nicht auf die Wiesen und Weiden verzichtet werden, denn das Halten der Tiere in den Ställen geht auf Kosten ihrer Abhärtung und Zähigkeit. Leider gibt es im Donau—Theiß-Zwischenstromland wenig gute Wiesen und Weiden. Wiesen von größerer Ausdehnung findet man in den hügeligen Sandgebieten, der Rasen ist aber schlecht und arm an Nährstoffen. Sie konnten auch deswegen erhalten bleiben, weil sie sich nicht für andere Zwecke eigneten. Die Wei­den der Randgebiete des Donau—Theiß-Zwischenstromlandes sind besser; im N, in der Nähe der Haupstadt, und im S, in der Bácska, ist ihre Ausdehnung gering. Die Weiden auf Alkaliböden in der Umgebung von Kunszentmiklós eignen sich am besten für die Schafzucht, denn hier hat die gute Weide nur eine sehr kurze Lebensdauer. Von größter Wichtigkeit ist daher eine Melioration der Weiden durch Anpflanzen von Bäumen, Be­wässerung, Düngung und Erneuerung des Rasens. Die Futterbasis würde durch eine Melioration der Wiesen und Weiden auf eine festere Grundlage gestellt, die Menge des produzierten verdaulichen Eiweißgehaltes und Stärkewertes erhöht, die fundierte Ver­mehrung des Viehbestandes ermöglicht, die Produktionskapazität gesteigert werden. 3. Der Nährwert der im Donau—Theiß-Zwischenstromland produzierten Futter­menge genügt nur zur Aufrechterhaltung des Viehbestandes, er ist aber zu gering um die Produktionsfähigkeit der Tiere zu erhöhen. Die geringe Futterbasis, in erster Linie der Mangel an Eiweiß, verhindert die Entwicklung der Viehzucht in Richtung einer Intensi­vierung. Der größte Mangel herrscht an Rauhfutter, es liefert nur 14% des Stärkewertes der Gesamtfuttermenge. Einigermaßen wird dieser Mangel durch die Heu- bzw. Grasernte der Wiesen und Weiden ausgeglichen, deren Anteil am Gesamtstärkewert 22% ist. 60% des Gesamtstärke wertes liefert das Hartfutter, 4% hingegen das Saftfutter. Eine derartige Zusammensetzung der Futterproduktion entspricht mehr der Schweine- als der Rinderzucht. Es ist eine häufige Erscheinung in einzelnen Gebieten des Donau— Theiß-Zwischenstromlandes, daß die Struktur der Futterproduktion und die Struktur des Viehbestandes nicht aufeinander abgestimmt sind. In der S—SW-Ecke des Donau— Theiß-Zwischenstromlandes ist die Versorgung der Tiere am günstigsten, am imgünstig­sten jedoch in den hügeligen Sandgebieten. 329

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