Bizalmas Értesítések 1929. január-december
1929-04-30 [1473]
W i e n ,-30. Apnl /Ung.Tel.Korr.-Bureau/ Unter dem TitelVías ungariscne Kriegsbudget, die ausgewiesenen Ausgaben alléin übersteigen den österreichischen Voranschlgg um das Doppelte" schreibt Ladüaas Fényes in der Arbeiterzeitung einen Artikel, um zu beweisen, dass schon auf Grundlage des oifiziellen Budgets Ungarns in Ungarn für mehr Soldaten vorgesorgt hat, als es im Rahmen des erlaubten Standes zulassig wáreDer Artikel führt an, dass schon die gedruckten Hefte, die die genauen Voranschláge der einzelnen Ministerien enthaltcn, bis zur Budgetverhandlung nicht fertigestellt wurden, damit den Beteiligten nur die allgemeine Benennung der Einzelposten mit Angabe des Geldbetrages bekannt werde. Nach/. den Methoden des Horthy-Bethlen Regimes ist nur ein Teil der Militárausgaben zu Lasten des Krifgsministeriums ausgcwiesen, dervist hingegen unter den Posten anderer : i Portefeuilles verstecktx. LfcMf Die Ressorts des Ministeriums des Aeussern für die allf emeine Sicherheit, Gesundheitswesen, öffentliche Verwaltung, die es Kultusministeriums für Körperbildung, Fortbildung sowie auőh die Ressorts der überigen Ministerien wi:meln von den versteckten Ifiilit ári sche^, Ausgabeposten, Hauptsáchlich werden die Ausgaben für das Offíziersíbrps, für die Kaders der in der Levente-Institution abgerichteten Mannschaften und Unteroffiziere unter den Pensini4tenposten der einzelnen Ministerien versteckt. Der Artikel verweist auf das xxriagxgkixKkgxiHxiixiii Kartographische Institut des Generalstabes, das wie es sich anlásslich des Frankprozesses herausgestellt hat, im Budget des Finanzninisteriums aufgenommen ist, wo es noch heutc figuriert. Der Ar.tikel wiederholt die Verdachtsgründe dafür, dass ungarische Mascfíinengejvehre und Kánonén unter auslándischen Hafeneinkaufen des Ackerbauministeriums oder unter den." r für die _ Schwerindustrie bestimmten Alteiseneinkáufen des Handelsministeriums verborgen sind. Es folgt ein Vergleich. mit Osterreich, das nach dem Friednnsvertrag' ¥on Saint Gerdáin einen ^esamtstand von 30.000 bewilligt erhieLt, wogegen Ungarn ebenfalls eine S&Ldherarmee von 35.000 Mann zugebilligt erhielt. Der österreichische Eeerosstand bestehe aus 23.692 Mann, wozu noch 3000 Unteroffiziere kommen, und erreiche somit nicht die ihr durch den Friedensvertrag von Sfc.^ermain ergeraeumte Grenze. Die ungarische Regierung ist vorsichtig und b^inwden genauen Stand nicht an die Offentlicbkeit, sondern behanptet nur, das ihr durch den Trianoner Friedensvertrag vorgescliriebene Höchstmass nicht erschöpft zu habén. Sie lásst sich Spielraum. Sollta man einmal die ünrichtigkeit der Anf aben irgendeiner amtlichen Standesstatistik feststellen so kann ie Regierung in Genf noch immer damit argumentieren, dass sie den Trianoner Stand selbst unter Berüsksitntigung dieser Erhöhung nicht überschritten habe-. Der Artikel zitiert den xlsmoca Passus aus dem Exposo. Wekerles zun Bu rl get des Landesverteidigungsministeriums über die Erhöhung des Honvédporteíeuilles um 13.6 Millionen Pengő. Mit diesem Mehrbefrag soll der Landwehrstand sukkess ive auf das im Friedensvertrag festgesetzte Kass erhöht werden, Nach den Angaban des Ministers seien alsó die diesjaehrigen militaerischen Ausgaben um 13.6 Millionen höher als die vorjaehrigen. /Fortsetzung folgt/