Bizalmas Értesítések 1928. február-december

1928-03-08 [1472]

/-/ P r ag . 8, Marz. /Privát./ Die r'rager Presse weíst in einem "Ungarn und das zentraleuropaische Locarno :f betitelten Leitarti. kel darauf hin, dass in den Beziehungen Ungarns zu seinen zentraleuropáischen Nadibaren j.n den letzten Jahren nur ein~ sehr unbedeutender Portschritt zu be zeiennen sei. Trotz der vereinzelten offiziellen Kundgebungen über den "bestén Frie­derswillen des ungarischen Staates :t werden nur seltene Optimisten verkennen, dass in Ungarn jede europaische Bewegung für eine weitere Lösung des Sicher­heitsprcblems Erregung hervorruft. Das Verlangen nach dem Abschluss regiona­ler jicherheitsvertráge und nach Verhandlungen über eine Art zentraleuropái­schen Locarnos habe in der ungarischen Pclitik einen geradezu panischen 3chrecken hervcrgerufen, und eine grosse Reihe von Kundgebungen gezeitigt, derén nicht misszuverstehender Tenor dahin ging : wir wollen kein zentral­europaische s Locarno. Sprach Gráf Appcnyi seinerzeit von den Fehlen psychclc­gischer Voraussetzungen, so spricht heute Gráf Bethlen samt anderen von "künstlichen Barrikaden', von einer ungünstigen ütmospháre usw. Sie fügén gleichzeitig die Voraussetzungen hinzu, ohne welche Ungarn angeblich emem zentraleuropáischen Locarnc nicht beitreten kann. Das Blatt bemerkt hie zu, . dass diese Voraussetzungen nur Vorwande zur Ablehnung eirer zentraleuropái­schen Verstandigung sina, weshalb die Barrikaden Bethlens sich bei náherer Prüfung als Kulissen der ungarischen Propaganda erweisen. Wenn mán sich in Budafest gegen ein zentraleuropaisches Locarnc wendet und mit heissen Banü­hungen irgendwelche Hindernisse zu finden trachtet, dann geschieht alldies nur aus dem Grundé, weil der Priede mit den Nadibaren und die zentraleuropai­sche Verstandigung nicht in die Linie der heutigen ungarischen Politik passt. /UTKB. /

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