Bács-Kiskun megye múltjából 17. (Kecskemét, 2001)

RESÜMEES

ARCHIV DER KOMIT ATS REGIERUNG BÁCS-KISKUN RESÜMEES JAHRBUCH XVII. BAND MIHÁLY KŐHEGYI* Kurze Geschichte der Gemeinde Ersekcsanád bis zum Ende des 18. Jahrhunderts Die Studie erörtert die Geschichte der Gemeinde Érsekcsanád seit der Landes­nahme bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Der Autor beweist mit Hilfe von ar­chäologischen und urkundlichen Quellen, daß „das alte Csanád" seit dem 9. Jahr­hundert bis 1806 (bis zur Entstehung des heutigen Érsekcsanáds) eine stätig be­wohnte, „lebendige" Siedlung war. In der Geschichte der Gemeinde gibt es ziemlich viele unbekannte Momente (die Jahre um 1514, einzelne Jahre der Türkenherrschaft, die Wende der 16-17. Jahrhunderte), aus anderen Epochen steht aber reiches Quellenmaterial zur Verfü­gung. In der Zeit der Landnahme siedelte sich der Stamm von Fürst Fajsz auf die­sem Gebiet an. In dieser Gegend entdeckten Archäologen die Spuren von zahlrei­chen Siedlungen und Friedhöfen aus der Arpadenzeit. Der Name des Dörfchens kam - in Form von „Csanád" - zuerst in einer aus dem Jahre 1391 stammenden Urteilsurkunde des Banus von Macsö, des Vize­gespans des Komitats Bodrog, István Losonczi vor. Bis zum Mittel des 15. Jahrhun­derts und danach, im 17. Jahrhundert wieder war der Gutsheer des Gebietes der Erz­bischof von Kalocsa, darauf das Vorderglied „Érsek" im heutigen Namen der Ge­meinde hinweist. Die nächste Information über die Geschichte der Siedlung stammt aus den Jahren nach dem Schlacht von Mohács: türkische Steuerbücher (defter) ver­anschaulichen die Gestaltung der Bevölkerung, die wirtschaftliche Kraft und Ver­waltungszugehörigkeit von Csanád. Demgemäß konnte die zuerst zur Kalocsaer, später zur Bajaer Verwaltungseinheit (nahije) gehörende Gemeinde im 16. Jahrhun­dert mit ihren etwa 400 Einwohnern ein kleineres Wirtschaftszentrum sein. Das Ge­biet zwischen der Donau und der Theiß überstand die Jahre der Türkenherrschaft, die vielen Feldzüge, später die Hausungen der königlichen „Befreiungsheere" nur sehr schwer, während des Rákóczi-Freiheitskampfes wurde das Gebiet abwechselnd von Raizen- und Kuruzentruppen eingeäschert. Nach einer Steueraufnahme aus den Jahren 1626/1627 trug Csanád die Lasten der Doppelbesteuerung. Die Komi­tatsprotokolle vom Ende des 17. Jahrhunderts ließen in die Kriegssteuerverpflich­tungen der Gemeinde Einsicht. Nach einer Zusammenschreibung aus dem Jahre 1689 war die Verwüstung der Gemeindebevölkerung so bedeutend, daß kaum einige steuerzahlende Grundstücke blieb. Nach 1711 kam Csanád langsam zur Entwicklung, aus dieser Zeit blieben Zu­sammenschreibungen, Urbarialverträge auf, die über die Wirtschaftsführung (Land­wirtschaft, Tierbestand, Bienenzucht) und Steuerzahlung des Dorfes ein sehr detail­liertes Bild geben. Schließlich kann der genaue Platz der Gemeinde anhand der aufgebliebenen Landkarten aus den 18-19. Jahrhunderten bestimmt werden: auf der kleinen, durch

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