Kenyeres István (szerk.): Urbs. Magyar Várostörténeti Évkönyv XV. - Urbs 15. (Budapest, 2021)

Resümee

Resümee Szabolcs Varga Die Geburt einer Hauptstadt: Wie sich die Rolle von Zagreb unter der Herrschaft von Ferdinand I. von Habsburg (1526-1564) änderte Die Studie analysiert die Veränderungen im Leben der Stadt Zagreb in den Jahrzehnten nach der Schlacht von Mohács. Hierbei möchte ich auf zwei größere Fragen detaillier­ter eingehen. Die eine befasst sich damit, wie Zagreb in das neue ungarische Grenz­schutzsystem integriert und zu einer der zentralen Siedlungen der damals errichteten slawonischen Militärgrenze wurde. Den unmittelbaren Hintergrund dafür lieferte der 1527 ausgebrochene Bürgerkrieg zwischen Johann (I.) Szapolyai und Ferdinand (I.) von Habsburg um die Herrschaft über das Königreich Ungarn. Zagreb war in dieser Frage zunächst gespalten, das Stadtbürgertum schlug sich auf die Seite des Habsbur­gerherrschers, während Simon Erdödy, der über den Stadtklerus bestimmende Bischof von Zagreb, sowie das Kapitel von Zagreb Johann I. als ihren König ansahen. Aus die­sem Grund wurde die Stadt 1529 zweimal belagert und erlitt in den Kämpfen schwere Schäden. Anfang der 1530er Jahre wurde aber klar, dass die Stadt und die Region unter habsburgischer Herrschaft bleiben würden, und die Stadt wurde zum wichtigen logisti­schen Zentrum für die aus Österreich nachrückenden Hilfstruppen und den Nachschub. Die Stadt Zagreb unterhielt zunehmend engere Beziehungen zu der habsburgischen Regierung, und nach Ferdinands Tod im Jahre 1564 wurde sie eindeutig zur wichtigsten königlichen Freistadt Slawoniens. In der zweiten Hälfte der Studie stelle ich den Vorgang vor, wie Zagreb als Schau­platz der Provinzversammlungen zu einem zentralen Standort des lokalen Adels wur­de. Dies stellte eine wichtige Veränderung dar, denn im Spätmittelalter wurden die Versammlungen des slawonischen Adels vielmehr in den Marktgemeinden des Komi­­tats Kőrös abgehalten, infolge der osmanischen Eroberungen fanden sie jedoch ab den 1530er Jahren immer häufiger in Zagreb statt. Dass gerade in diesen Jahrzehnten die kroatische und die slawonische Adelsversammlung zu einer Versammlung vereint wur­den, trag wesentlich dazu bei, dass Zagreb später zur Hauptstadt des neu entstehenden Kroatiens wurde. Péter Török Bestreben nach Privilegien. Die Beziehungen der Heiduckenstädte im Komitat Szabolcs zu Franz II. Rákóczi Die zu Beginn des 17. Jahrhunderts anfangende Geschichte der Heiduckenstädte im Komitat Szabolcs - Nánás, Böszörmény, Szoboszló, Dorog, Polgár, Hadház, Vámos­­pércs - wirft zahlreiche Fragen fur die Nachwelt auf, vor allem im Hinblick auf das Urbs. Magyar Várostörténeti Évkönyv xv. 2020.423^134. p.

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