Molnár Antal: Egy raguzai kereskedőtársaság a hódolt Budán - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 2. (Budapest, 2009)
Dokumentumok - III. A társaság működésével és felszámolásával kapcsolatos dokumentumok
251 Wenn Bucchia diese Anweisung sehen will, dann soll er ihm das Ganze vorlesen, er soll sie sicherheitshalber aber nicht aus der Hand geben. Er hat Bucchia einen offenen Brief geschrieben, dass er Sorgo 220 Taler geben soll. Diese decken die Aufwendungen und den Lohn seiner sechsmonatigen Entsendung nach Ofen. 20 Taler sind für die Reisekosten, 200 Taler sind seine Bezahlung. Die Verpflegung soll Bucchia stellen. Wenn Bucchia nicht zahlen will oder ihn nicht in sein Haus aufnimmt und ihn nicht sehen will, dann soll er bei einem anderen Kaufmann aus Ragusa Quartier nehmen und ihm die Kosten erstatten. Bona leistet mit seinem Hab und Gut und als Geschäftsführer Bucchias eine Bürgschaft, dass er ihm die 220 Taler gibt und außerdem 60 Taler für die Kosten seines sechsmonatigen Aufenthalts in Ofen. Wenn Bucchia das Geld gezahlt hat, soll Sorgo die Bestätigung auf den unteren Teil des Briefes an Bona schreiben. Bona ist sicher, dass Bucchia zahlen wird, weil die ganze Mission in seinem Interesse geschieht. Wenn Bucchia daraufhin seine Pflicht erfüllt, dann wird Bona die Geschäftsbeziehungen mit ihm auch weiterhin aufrecht erhalten. Er soll nur alles bezahlen und die Bestandslisten schicken. Sorgo soll in diesem Sinne Vorgehen und wöchentlich einen Bericht schicken. [12.] Ragusa, 29. Januar 1591. Zweite Anweisung von Scipione Bona an Michele Sorgo hinsichtlich seiner Entsendung nach Ofen. Er bekräftigt die gestern erteilte erste Anweisung. Er soll diese niemandem, nicht einmal Bucchia zeigen. Wenn ihn Bucchia nicht in sein Haus aufnimmt und ihm seine Aufwendungen und die 220 Taler nicht erstattet, dann soll er vor zwei oder mehreren Kaufleuten aus Ragusa und ihren Dienern protestieren und betonen, dass die Ofener und Pester Häuser, Geschäfte, Weinberge und Güter alle Eigentum Bonas sind und nicht dasjenige von Bucchia. Sorgo soll ihm mitteilen, dass Bona ihn anstelle seiner selbst nach Ofen geschickt habe, um ihn auf den rechten Weg zu bringen, und dass er auf die Art eines ehrlichen Edelmannes niemandem mehr Schaden verursachen solle. Es soll in seinem eigenen Namen und im Namen von Bona protestieren und Bona in den über Bosnien und Belgrad geschickten Briefen unterrichten. Er soll auf jede Art und Weise versuchen, ihn zur Zusammenarbeit, zu der ihn auch der Gründungsvertrag der Gesellschaft verpflichtet, zu überreden. So würden sich auch seine Angelegenheiten mit Ehre und Erfolg erledigen. Er soll Bucchia dazu bringen, Bona mit der Leitung der Gesellschaft zu betrauen. Bucchia soll nur Geld zur Bezahlung der Schulden sowie das Verzeichnis der Waren schicken. Bona wird ihm alles verzeihen und die Angelegenheiten der Gesellschaft und auch diejenigen Bucchias erledigen. Sorgo soll Bucchia auf alle mögliche Art davon überzeugen, dass all dies viel mehr in seinem als im Interesse von Bona liege, denn Bucchia sei vom rechten Weg abgewichen. Und wenn er sich auch auf den Zuspruch von Sorgo nicht besinne, dann werde er ins Verderben stürzen. Er habe Sorgo unter hohen Kosten zu ihm geschickt, nicht als offiziellen Prokurator, sondern als Bruder und Freund, um ihn mündlich auf den rechten Weg zu bringen und um die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft in gegenseitigem Verständnis abschließen oder fortführen zu können. Er wiederholt, dass hierzu die Sendung des Geldes und der Verzeichnisse bzw. eine regelmäßige Unterrichtung notwendig ist.