Molnár Antal: Egy raguzai kereskedőtársaság a hódolt Budán - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 2. (Budapest, 2009)

Dokumentumok - III. A társaság működésével és felszámolásával kapcsolatos dokumentumok

250 winnen, bis Bucchia aus Ofen die gesamte Summe schickt. Sie fordern, dass Bona in Ragusa im Notariat eine Urkunde ausstellt, in der Girolamo Caboga als Prokurator von Bucchia mit 6.000 Goldscudo belastet wird. Die Seidenstoffe übernehmen Bona und die Cabogas [als Warenkredit] in Florenz durch Marsilio Albizi, und sie schicken sie für 18 Monate nach Ragusa an Bona, der sie an Bucchia nach Ofen zum Zwecke des Verkaufs weiterleitet, Bucchia schickt aber niemals Geld. Bona hat erkannt, dass die Cabogas Recht haben, weshalb er tut, worum sie ihn baten, und er ihnen im Notariat von Ragusa einen Schuldschein über 6.000 Goldscudo bis zur Begleichung der Schul­den ausstellen lässt. Er soll dies Bucchia mitteilen und ihm die beglaubigten Florenti­ner Strozzi-Wechsel zeigen. Sie haben jetzt nur Schulden bei den Cabogas, weil diese Alessandro Strozzi, den Erben des vor drei Jahren verstorbenen Marsilio Albizzi, von dem sie die Seidenstoffe übernahmen, ausbezahlt haben. Albizzi hatte nur eine Toch­ter, die Strozzi zur Frau nahm. Er soll Bucchia in jedem Fall dazu bewegen, das Geld zu schicken, um ihn vom Wechselzins und von der Schuld zu befreien. In den vergangenen Jahren nahm er von dem Bankier Nicolò und von Marino Bobali 500 Taler auf. Das Geld überwies er nach Neapel an Bernardo Olgiati, damit dieser es an Strozzi nach Florenz weiterleitet. Be­züglich der letzteren Überweisung zeugt die beigelegte Rechnung, dass von den 500 Talern nur 133 Goldscudo in Florenz angekommen sind, die übrigen stellen einen Überweisungsverlust dar. Er tat all dies im Vertrauen darauf, dass Bucchia das Geld bald schickt, wie er es früher tat. So konnte er hingegen nicht nur in Florenz nicht zah­len, sondern blieb auch Bobali und Nicolò 500 Taler schuldig. Sorgo soll ihm alles sa­gen, damit er sieht, welches Unheil und welche Schande er über Bona, der ihm übermäßig vertraute und ihm alles überließ, brachte. Er soll ihn dazu veranlassen, das Geld endlich zu schicken, damit sie ihre Schulden bezahlen können. Seit mehr als sechs Jahren bittet er Bucchia, die Aufstellung der Woll- und Sei­denstoffe, die Liste des Geldes und der Schuldner und außerdem das Verzeichnis der Geschäfte, Häuser, Weinberge und des Hab und Gutes aus Ofen zu schicken. Obwohl er dies in jedem seiner Briefe versprach, hat er niemals etwas geschickt. Nach der An­kunft von Sorgo in Ofen soll er unverzüglich mit ihm zusammen die Bestandslisten er­stellen und sie mit der Unterschrift von Bucchia mittels der üblichen Belgrader Vermittler, Marco und Luca, an Bona senden. Sorgo soll über alles berichten, insbe­sondere über seine Ankunft, über seine Wohnung und darüber, wo er sich aufhält und mit wem, wie ihn Bucchia empfing und welches Ergebnis er im Interesse von Bona bei ihm erzielen konnte. Er soll seine Briefe immer in zwei Exemplaren über Bosnien und Belgrad senden und eine Abschrift von jedem bei sich aufbewahren. Außer Bona soll er niemandem etwas sagen oder schreiben und er soll das Ziel seiner Entsendung und seinen Auftraggeber nicht verraten. Nach außen soll er lügen, dass er in eigener Sache nach Ofen gekommen ist, weil sein Bruder eine Widerrechtlichkeit ihm gegenüber be­gangen hat. Und bei Bucchia ist er wegen einer alten Freundschaft zwischen ihnen ab­gestiegen.

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