Molnár Antal: Egy raguzai kereskedőtársaság a hódolt Budán - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 2. (Budapest, 2009)

Dokumentumok - III. A társaság működésével és felszámolásával kapcsolatos dokumentumok

244 seinen Gunsten, so dass er wieder freigelassen werden musste und mit der Stellung neuer Bürgen zwei Monate Aufschub erhielt. Man beginnt damit, die Schulden einzu­treiben, aber wegen der schlechten Einnahmen im letzen Jahr geht dies nur langsam vonstatten. Im Geschäft erhält man Waren nur gegen Bargeld. Auch Bucchia sieht nun alles und hat erkannt, dass er mit der übermäßigen Kreditvergabe einen Fehler began­gen hat. Bucchia sagte, er habe bereits vor der Ankunft von Sorgo den Preis für die Stoffe als Vorauszahlung nach Belgrad geschickt. Diesen würden sie zur Deckung der Kosten für die Kuriere verwenden. Hierzu wollte er ursprünglich 15 Taler senden, was aber nicht notwendig war, da ihm Bucchia mitteilte, dass das Geld in den Häuten ste­cke, und er versprochen habe, dass er, wenn der Briefschreiber für die genannten Aus­gaben Geld verlange, ihm dieses zahlen werde. Bucchia hat dem Briefschreiber nämlich 220 Taler gezahlt. Diese Summe, die der Briefschreiber um die sich bei ihm befindenden 50 Taler auf stockte, gab er dem Adressaten als Kredit auch zurück, und zwar in der Hoffnung, dass er sie in zwei bis drei Tagen zurückerhalten werde, denn aufgrund seiner eigenen Bedürfnisse benötige er sie. Er bittet um Erlaubnis, für seine bisherigen Reisekosten aus Sarajewo zwei Ballen Wolltuch oder ebenso viel Seide an sich nehmen zu dürfen. Er gab weniger als 50 Taler aus und erlitt in seiner Person selbst genug Schaden. [3.J Ofen, 8. Juni 1591. Seinen letzten Brief schrieb er am gestrigen Abend. Der Diener Josef traf mit einem am 1. Juni geschriebenen Brief aus Belgrad ein, der die Nachricht vom Tode Bucchias enthielt. Hierüber weiß man hier noch nichts. Der Briefschreiber nahm daraufhin die Schlüssel des Geschäfts sofort an sich und versie­gelte das Zimmer und den Schreibtisch von Bucchia. Am folgenden Morgen erstellte er die beigefügten Bestandslisten über die Waren im Geschäft. Größte Aufmerksamkeit schenkte er dabei den Akten und den Büchern, deren Herr er jetzt ist. Sofort rief er die Diener zusammen und wollte die beigefügten Verzeichnisse über das Ableben von Bucchia und die Bestandsliste über die in seinem Zimmer befindlichen Gegenstände zusammenstellen. Mit der Absicht, den Empfänger möglichst bald über die Situation zu informieren, schickt er diesen Brief durch Josef mit der Anweisung nach Belgrad, ihn sofort und ohne Rücksicht auf die Kosten mit weiteren Kurieren an den Adressaten zu schicken. Unverzüglich sandte er die Diener zu den Schuldnern, die allerdings we­nig Erfolg hatten. Er hat gehört, dass Bucchia in Belgrad beim Bruder des Briefschrei­bers, Orsato Sorgo, abgestiegen sei und Orsato, Luca, Marco und ihre Geschäftspartner alles Geld, das sich bei Bucchia befunden habe, unter sich aufgeteilt hätten, obwohl Bucchia diesen gemäß den Dokumenten Nichts geschuldet habe. Die erwähnten Personen, insbesondere Orsato, schickten - wie aus ihren Briefen hervor­geht - zu ihrem eigenen Nutzen Stoffe zum Verkauf auf Kredit nach Ofen, unter ande­rem 320 Ellen Atlas, die sich gegenwärtig im Besitz des Briefschreibers befinden. Orsato hat hierüber niemals etwas geschrieben, jetzt will er aber Geld, weil er ein Räuber und Mörder ist. Bona soll sich nicht belästigen lassen, sondern er soll sich das Geld wiederbeschaffen. Über die Kredite von Bucchia kann er nur sagen, dass er alle Bücher an sich genommen hat. Diese sind aber derart durcheinander, dass ein Jahr

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