Molnár Antal: Egy raguzai kereskedőtársaság a hódolt Budán - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 2. (Budapest, 2009)
Dokumentumok - III. A társaság működésével és felszámolásával kapcsolatos dokumentumok
245 nicht ausreicht, um sie aufzuarbeiten, und man findet kaum jemanden, der sich in ihnen auskennt. Die Zimmer von Bucchia bleiben bis zu einer Verfügung des Adressaten versiegelt, man kann sie nur mit Gewalt öffnen. Der Adressat soll jemanden suchen, der diese Angelegenheiten erledigt, weil der Briefschreiber es nicht wagt, sich in eine solche große und gefährliche Aufgabe zu stürzen, hauptsächlich, weil auch er sowohl seinen Lohn als auch sein eigenes Geld verloren hat. Er war sehr erschreckt, als er die riesige Schuld und die wenigen oder besser nicht vorhandenen Waren sah. Alleine das tröstet ihn, dass er sich niemandem gegenüber, weder schriftlich noch mündlich, verpflichtet hat. Er weist den Adressaten darauf hin: Er soll nicht hierher kommen, weil man weiß, dass sie Geschäftspartner waren, und man ihn angreifen wird. Er bittet darum, dass zumindest das Wenige, das ihm Bucchia schuldet, nicht verlorengeht, insbesondere jetzt, wo er kein Geld hat und ihn seine Brüder bedrängen. Er verteidigt sich, so gut er kann, und ist sich im Klaren darüber, dass dies nur unter Kosten möglich ist. Zugleich bittet er um eine weitreichende Vollmacht, weil er ohne diese Nichts unternehmen kann. Wenn der Empfänger den Schritt des Briefschreibers billigt, dass er aus dem Eigentum, über das er mit seinen Brüdern gemeinsam verfügt, für sich selbst Seide nimmt, dann bekommt der Adressat [in Ragusa] die Schuld in Bargeld und der Briefschreiber nimmt sich [in Ofen] das Geld aus seinem eigenen Geldbesitz. [4. ] Ofen, 9. Juni 1591. Seinen letzten Brief schrieb er am 8. Juni. Er soll auf keinen Fall persönlich nach Ofen kommen, da man ihn sofort einsperren wird. Vielmehr soll er einen Geschäftsführer mit umfangreichen Kompetenzen beauftragen, der die Gläubiger innerhalb von einigen Monaten in Raten zufriedenstellen und die Schulden eintreiben soll. Andernfalls verliert er alles. Seine Sachen, seine Häuser und sein Geschäft werden verkauft werden. Bis zur Antwort des Adressaten hat der Briefschreiber die Angelegenheiten erledigt. Dem Scheich schulden sie 217 Taler. Sie versprachen, diese innerhalb einiger Monate zu begleichen. Nach der Lage der Dinge kann der Adressat durch Marco, Luca und ihre Partner dem Briefschreiber aus Belgrad sicher zwei Tücher und 20 Ballen Kersei-Tücher zukommen lassen und der Adressat selber kann aus Ragusa einige Stück Atlas heraufschicken, die dann im ehemaligen Geschäft von Vladislao Bona deponiert werden. Der Adressat kann dem Briefschreiber vertrauen, er wird mit dem Geld nach seinen Anweisungen umgehen, denn der Briefschreiber hat niemandem etwas weggenommen und niemandem etwas versprochen. Bei seinen Bemühungen soll er dem Adressaten vertrauen. Diese Aktion wird für beide Seiten sehr nützlich sein. [5.J Ofen, 20. Juni 1591. Seinen letzten Brief schrieb er am 12. Juni. Der Briefschreiber übernimmt die Erledigung der Angelegenheiten des Adressaten nur dann, wenn Bona sämtlichen Schaden wieder gutmacht, weil er nämlich nicht im Gefängnis zugrunde gehen will. Er hält sich in allem genau an die Anweisungen des Adressaten und macht Ausgaben nur in dem von ihm genehmigten Maße. Er erhielt von Bucchia 80 Taler für Ausgaben. Von diesen schickte er 15 Taler nach Sarajewo und 1 Taler gab er dem Kurier. Jetzt fordert der Diener von ihm das Geld. Er sagt, dass sonst der Lohn