Molnár Antal: Egy raguzai kereskedőtársaság a hódolt Budán - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 2. (Budapest, 2009)
A Bona–Bucchia Társaság története - A társaság budai működése és felszámolása
99 ni Sorgo und Biagio Caboga eine Handelsgesellschaft. Kapital, d.h. 6.000 Dukaten, bringt auch hier lediglich eine einzige Person ein, nämlich Giovanni Sorgo. Die beiden anderen Mitglieder übernehmen die Aufgabe, die in Venedig erworbenen Stoffe in Belgrad und Ofen zu verkaufen. Die Aktivitäten der Gesellschaft (ebenfalls eine so- cietä in accomandita) zeigen zahlreiche Ähnlichkeiten zur Tätigkeit der Gesellschaft von Bona und Bucchia. Der größte Unterschied war, dass Giovanni Sorgo auf den Märkten in Belgrad und im osmanischen Ungarn nicht als Kreditnehmer, sondern als relativ bedeutsamer Kreditgeber präsent war. Bei zwei Gelegenheiten gab er auch Bona Kredit."5 Im Hintergrund der Reise von Michele Sorgo standen teils seine Erfahrungen in Belgrad und in den osmanischen Gebieten (die Instruktion nennt Bucchia einen „alten Freund”), teils seine eigenen unmittelbaren Interessen. Nicolö Gozze beglich nämlich im Januar 1591 eine 700-Dukaten-Schuld gegenüber Sorgo mit einem Wechsel, demgemäß er die Schulden bei drei Belgrader Kaufleuten eintreiben sollte.115 116 Zu Orsato hatte er damals wohl schon ein sehr schlechtes Verhältnis: Als er in Belgrad ankam, war es nämlich seine erste Tätigkeit, die seinem Bruder früher übertragene Beauftragung als Geschäftsführer zu beendigen.117 Die Reise von Sorgo nach Ofen zog sich schließlich länger als erwartet hin. Am 29. Januar machte er sich von Ragusa aus auf den Weg, von wo er erst im Herbst, irgendwann vor dem Monat November, zurückkehrte.118 Am 22. Februar mittags erreichte er vom Hafen Adony aus Ofen und ging sofort ins Geschäft von Bucchia, der ihn mit Freuden empfing und sich um seine Unterbringung kümmerte. Anschließend zogen sie sich zu zweit in eines der Zimmer zurück und Sorgo machte ihn mit dem Zweck seiner Reise bekannt. Bucchia sagte in vollem Maße seine Kooperation zu und sorgte sich nicht nur um seine Unterbringung, Verpflegung und Unterstützung durch Diener, sondern gab ihm sofort die geforderten 220 Taler, ja darüber hinaus sogar noch 25 Taler für seine Ausgaben.119 Nach den ermutigenden Anfängen zeigte sich allerdings schnell die tatsächliche Dimension der Probleme. Bereits in einem Anfang März verfassten Brief informiert Sorgo seinen Auftraggeber über die Schwierigkeiten bei der Eintreibung der Schulden. Die Kreditvergabe wurde eingestellt und Waren aus dem Geschäft nur mehr gegen Bargeld ausgegeben. Bucchia hatte so wenig Geld, dass er sich von Sorgo die zuvor ausgehändigten 220 Taler leihte und sogar die ihm verbliebenen 50 Taler erbettelte.120 Das Geld benötigte er vermutlich für seine Reise nach Bosnien, zu der er sich zur Eintreibung seiner dortigen Außenstände aufmachte. Im März reiste er nach Banja 115 TadiÖ/PopoviÖ: Dubrovaöka arhivska grada [wie Anm. 13.], Bd. 2, S. 74-76. Von der Tätigkeit von Orsato Sorgo und Biagio Caboga in Belgrad zeugt eine große Zahl von Dokumenten, siehe ebenda passim (ad indices). 116 Tadiö/Popoviö: Dubrovaöka arhivska grada [wie Anm. 13.], Bd. 2, S. 254. in Tadiö/Popoviö: Dubrovaöka arhivska grada [wie Anm. 13.], Bd. 2, S. 255-256. ns Dok. III. 10/10. 119 Dok. III. 10/1. 120 Dok. III. 10/2.