A budai mészárosok középkori céhkönyve és kiváltságlevelei - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 1. (Budapest, 2008)
AUFSÄTZE
MARIANNE ROZSOND AI EINBAND UND PAPIER DES ZUNFTBUCHES DER FLEISCHER ZU OFEN Signatur des Bandes: Hauptstädtisches Archiv Budapest, BFL XV. 5. No. 8. Papierkodex. Der Buchkörper besteht aus 242 Blättern. Von diesen stellen Blatt 1 und Blatt 242 tatsächlich den inneren, ursprünglich auf Holztafeln geklebten Vorsatz des vorderen und des hinteren Deckels des Einbandes dar. Diese wurden im Zuge der Restauration abgetrennt und frei, also zu einem sogenannten fliegenden Vorsatz gemacht. Anschließend wurden sie mittels japanischer Papierstreifen mit dem folgenden bzw. vorherigen Blatt verbunden. Das erste Bogenheft des Buchkörpers besteht aus zwei Blattpaaren, das letzte aus drei und die weiteren aus vier Blattpaaren, d.h. aus acht beblätterten Bogenheften. Das Zunftbuch enthält 145 mit mehr oder weniger Text versehene Blätter, die übrigen sind leer. Bei der Schrift handelt es sich um deutsche Kursivschrift vom Beginn des 16. Jahrhunderts mit der damaligen Buchstabenverwendung. Das früheste Datum, das im Zunftbuch zu finden ist, ist die Jahresangabe „1496" auf der Vorderseite des 44. Blattes. Bei dieser Jahreszahl handelt es sich aber vielleicht um eine falsche Abschrift. Die kontinuierlichen Eintragungen gehen von 1500 bis 1529. Auf der Vorderseite des 1. Blattes ist die Jahreszahl „1538" verzeichnet, auf der zuletzt beschriebenen Seite die Angabe „1695". Letztere bezeichnet vermutlich das Jahr, in dem das vor den Türken in Sicherheit gebrachte Zunftbuch nach Ofen (Buda) zurückgebracht wurde. Der Schriftträger des Zunftbuches ist ein handgeschöpftes Papier von sehr guter Qualität. Jedes Blatt trägt dasselbe Wasserzeichen: eine Waage, die unterhalb eines sechszackigen Sterns an einem Ring hängt und eingefasst ist. Derartiges Papier wurde 1494 in Innsbruck hergestellt 1 Auf den Vorsatzblättern befindet sich kein Wasserzeichen. Maße des Einbandes: 324 x 210 x 60 mm Der Einband stammt aus dem Jahre 1500 oder ist ein oder zwei Jahre jünger. Er weist gotischen Stil auf und wurde vermutlich in einer Ofener Buchbinderwerkstatt angefertigt. Beschreibung der Verzierung des Einbandes: Brauner Ledereinband mit Blinddruck auf einer gerade geschnittenen, also über keine schräg abgeschnittene Kante verfügende Buchenholztafen. Die Verzierung des l PICCARD, GERHARD: Wasserzeichen Waage (= Sonderreihe Findbuch, V). Stuttgart 1978, S. 639, S. 640, S. 645.