A budai mészárosok középkori céhkönyve és kiváltságlevelei - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 1. (Budapest, 2008)

AUFSÄTZE

Vorder- und Rückendeckels weicht ein wenig voneinander ab, ihre Grundkomposition ist aber identisch. Zur Verzierung verwendete der Buchbindermeister insgesamt sechs Einzelstempel. Am Rande des Vorderdeckels ist im ersten Rahmen ein rechteckiger Gitterschmuck (1) zu sehen, im zweiten Rahmen reihen sich abwechselnd Granatap­felblüten (2) und sechsblättrige Rosetten (3) aneinander. Den dritten Rahmen bilden Stempel mit gotischen Ranken, die einen Stab umschlingen (4). Im Streifen ober- und unterhalb des Mittelfeldes befinden sich Blumenstöcke (5) Das Mittelfeld wird von gotischen Rautenranken (6) ausgefüllt, in den Rautenranken sind die - zuvor erwähnten - Blumenstöcke (5) zu finden. Der Rückendeckel ist einfacher gestaltet: Der erste und der dritte Rahmen stimmen mit dem ersten bzw. dritten Rahmen der Vor­derseite überein. Der zweite Rahmen ist hingegen schmucklos, Die Stempel der Gra­natapfelblüten (2) und der sechsblättrigen Rosetten (3) sind auf der Rückseite des Einbandes nicht zu sehen. Es fehlt auch der Streifen oberhalb und unterhalb des Mittel­feldes. Das Mittelfeld schmücken hingegen ebenso gotische Rautenranken (6) und da­rin Blumenstöcke (5), wie das Mittelfeld des Vorderdeckels. Der Rückendeckel ist im Vergleich zum Vorderdeckel wesentlich stärker abgenutzt. Das Zunftbuch wurde also nicht nur liegend verwendet, sondern wahrscheinlich auch so gelagert. Wir kennen zahlreiche Varianten von gotischen Ranken, die einen Stab ums­chlingen, von Granatapfelblüten und von gewölbten Rautenranken. Insbesondere in Süddeutschland waren sie im letzten Viertel des 15. Jahrhunderts beliebte Motive. Es ist möglich, dass der Stempel mit gotischen Ranken, die einen Stab umschlingen (4), deutschen Ursprungs ist. Er wurde dort gekauft oder von dort nach Ungarn ge­bracht. Im damaligen Oberungarn (heutige Slowakei) wurde, so z.B. auch in Bartfeld (Bártfa), ein ebensolcher Stempel verwendet. Möglicherweise kam er mittelbar von dort nach Ofen. Wir können ihn auf mehreren Einbänden von mit dem Zunftbuch ung­efähr gleichaltrigen Inkunabeln, deren Herkunft auf Oberungarn verweist, wiederer­kennen. Der gesamte Einband weist eine gewisse Gestaltung deutscher Art auf. Hierfür kann auch die Herkunft des Buchbinders eine Erklärung geben. Auf dem Rücken des Zunftbuches befinden sich drei Doppelrippen. Auch die vier Rückenfelder sind verziert. Auf diesen sind Rautenranken (6) und Blumenstöcke (5) zu sehen. Die Deckel wurden ursprünglich durch zwei Klammern geschlossen. Von diesen existieren auf dem Vorderdeckel noch zwei Klausuren aus Messing (Nürnber­ger Handelsware). Der Hackenteil mit dem Lederriemen und das Blättchen auf dem Rückendeckel, das den Riemen herabdrückt, sind eine spätere Ergänzung des Restau­rators. Zwischen die beiden Klammern wurde zur Zeit, als das Zunftbuch geführt wur­de, ein starkes Eisenband unter dem Lederüberzug sowohl auf dem Vorder- als auch auf dem Rückendeckel angebracht. Dies geschah offensichtlich deshalb, um das Zunftbuch mit einem Schloss verschließbar zu machen, damit keine Unbefugten darin Eintragungen machen konnten oder - beispielsweise - darin verzeichnete Schulden streichen konnten. Das Eisenband des Rückendeckels ist gebrochen und nur teilweise erhalten.

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