A budai mészárosok középkori céhkönyve és kiváltságlevelei - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 1. (Budapest, 2008)

AUFSÄTZE

15. Jh. und im Lateinischen weniger verbreitet waren als im 17.-18. Jahrhundert, fin­den sie in den Originalurkunden nicht immer eine Entsprechung: Visitare etprovidere, ut ... (Nr. 10, S. 357, visitiren und dergestalten obacht Reihe 36.) haben, damit ... (Nr. 14, 371, 12) Der Ablativus Instr. wird statt mit der Präposition 'mit' mit kanzleisprachlichem vermög übersetzt. ac aliis antiquis libertatibus in litteris undt vermög anderen königlichen regalibus (Nr. 10, 357, 14) Privilegien (Nr. 14, 370, 30) diversis revolutionibus et ruminationibus vermög deren unterschiedlichen (Nr. 10, 361, 4-5) vergewendten motiven (Nr. 14, 374, 14) Barockes und in den Kanzleistil des 17.-18. Jahrhunderts übernommenes Stilmerkmal ist die - oft gehäufte - Verwendung von verstärkenden Adjektiven, 24 auch in den Kontexten, in denen früher keine standen. Solche Adjektiveinschübe kommen in der deutschen Übersetzung oft vor, z.B. honorem impendere (Nr. 10, 358, 4-5) post acceptam supplicationem ... gratiose concessis (Nr. 10, 361, 4-6) magnis virtutibus (Nr. 12, 364, 6) gebührende ehr ablegen (Nr. 14, 371, 16) auf allerunterthänigstes anlangen (Nr. 14, 374, 13) durch ihre lobwürdigen und grossen fugenden (Nr. 14, 369, 22) Eindeutig die Werteinstellung der Gesellschaft des 18. Jh. zu den attribuierten Konzepten/Substantiven zeigt das Adjektiv lieb an: concordia (Nr. 10,357, 16) mitt dem lieben frieden (Nr. 14, 370, 31-32) veterum (Nr. 10, 357, 18) die lieben alden (Nr. 14, 370, 35) Weitere Adjektive (z.B. helllicht für lat. claro, Nr. 10, 358, 8) und Substantive (z.B. gantze burgerschafft für lat. universi cives, Nr. 11, 362, 5 oder Christglaubige für lat. Christißdelium, Nr. 10, 356, 2) der deutschen Urkunde sind nach dem späten 15. Jahrhundert entstanden bzw. verbreiteten sich in dieser Zeit. 25 24 Vgl. POLENZ, Deutsche Sprachgeschichte [wie Anm. 23] S. 308.

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