A budai mészárosok középkori céhkönyve és kiváltságlevelei - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 1. (Budapest, 2008)

AUFSÄTZE

Erklärung der topographischen Namen Im Folgenden gebe ich eine kurze Erklärung weiterer topographischen Bezeichnung­en, die im Rechnungsbuch vorkommen. Ich stelle dabei voran, dass es nicht bei allen gelang, ihre Bedeutung zu klären. Bezüglich des Weinbergbesitzes finden vier Ortsnamen Erwähnung: „weyngarten unter dem Kallenper ig" (fol. 2r; 1508). Im schriftlichen Quellenmaterial von Ofen stellt diese Bezeichnung eine Einzigartigkeit dar. Béla Bevillaqua-Borsodi versuchte nachzuweisen, dass es sich bei diesem - einerseits wegen seiner kahlen Gestalt (siehe den wortgemäßen Sinn), andererseits aufgrund der Ableitung vom Namen „Kelenhegy" (der übrigens in dieser Form nicht ableitbar ist) - um den heutigen Gerhards-Berg (Gellérthegy) handelte. Meiner Meinung nach passt „kahl" zwar zum Gerhards-Berg, aber es gibt in der Gegend auch anderer Berge mit kahler Gestalt, deren mittelalterliche Namen wir nicht kennen, wie z.B. den Adler-Berg (Sas-hegy) und alle ähnlichen Dolomit-Spitzen in Richtung Budaörs an der Seite des Kuckuck-Berges (Kakukk-Berg). Daher können wir diesen Ortsnamen vorläufig nicht eindeutig bestimmen. Es ist zwar auch der Kahle Berg bei Wien bekannt, wo es in der Tat auch Wein gibt, aufgrund der Tatsache aber, dass der Text keinen Hinweis auf Wien enthält und die Namen der drei weiteren Weinberge nachweislich Ofener Herkunft sind, verwerfe ich einen Identifizierung mit dem Kahlen Berg von Wien. „ ein hallben Weingarten gelegen am Ofen perig" (fol. 3 1 v) 1506 - Der Ortsname - lateinisch ausgedrückt mons Pestiensis - bezeichnet sowohl den heutigen Burgberg, auf dem sich die Stadt Ofen befand, als auch den Gerhards-Berg. Die Frage ist nicht endgültig zu entscheiden. Auch die Lage der folgenden Weinberge ist ähnlich un­sicher: „ vineam suam Eydel vocatam sitam sub monte Owmperg vocato " 76 —,, in mon­11 te Pestiensi" . „ auf dem weyngarten czw pawen im Epergess " (fol. 3 8r) 1508 - Der Name eines der Weinberge von Sasad, das seit den 1460er Jahren zur Stadt Ofen gehört, war Eper­jes. 78 Vermutlich handelt es sich hier um diesen und der Buchstabe „g" stellt einen Schreibfehler dar. „ den Weingarten czwpfandt geben Lerichpüchel" (fol. 136r) 1526 - Weinberg in unbekannter Lage am Rand von Ofen. Auch eine urkundliche Quelle aus dem 15. Jahrhundert erwähnt diesen als ,,Lernenpühel" (1422: „ in territorio Lernenpühel" 79 ). 76 4. IX. 1312 Ungarisches Staatsarchiv (MOL), Mittelalterliche Urkundensammlung (DL), 29662. 77 28. VI. 1388 Ungarisches Staatsarchiv (MOL), Mittelalterliche Urkundensammlung (DL), 77982. 78 „ Eperies ", 153 1 Privatarchiv des Domkapitels von Esztergom (Gran) (Esztergomi Fökáptalan Ma­gánlevéltára). Capsae Ecclesiasticorum 85-1-11. 79 Ungarisches Staatsarchiv (MOL), Mittelalterliche Urkundensammlung (DL), 11239.

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