A budai mészárosok középkori céhkönyve és kiváltságlevelei - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 1. (Budapest, 2008)

AUFSÄTZE

Jacob " von 1502 bis 1506 eine Rolle, 1507 betrieb bereits seine Witwe die Fleischerei. Der Fleischer Stephan (István) Cserbokor erscheint auch im Rechnungsbuch teils un­ter diesem ungarischen Namen, teils unter dem deutschen Namen Stephan (István) Himberger. Seine selbständige Fleischerei ist für die Jahre von 1500 bis 1511 nach­weisbar. Nach seinem Tode wurde sie von seiner Witwe bis 1529 weitergeführt. 1503 zahlte Stephan (István) Himberger bzw. Stephan (István) Cserbokor übrigens - laut ei­ner Eintragung im Rechnungsbuch - zehn Forint für ein Haus. 68 Da diese Urkunde zur gleichen Zeit wie das Rechnungsbuch erstellt wurde, können wir den aus dem Zehntverzeichnissen bekannten Meister drei weitere Fleischermeister hinzufügen. Dies bedeutet, dass wir von insgesamt 22 Meistern, also von etwa der Hälfte der im Rechnungsbuch im ersten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts verzeichneten Meistern wis­sen, wo ihr Wohnort war. Die Fleischergasse wird in 18 der 22 Fälle erwähnt und es scheint, dass sich dieses Verhältnis auch nicht ändern würde, wenn wir auch wüssten, wo die andere Hälfte der Meister damals wohnte. Eine derart hohe Konzentration der Meister konnte nicht zufällig sein. Ein weite­rer topographischer Hinweis zeigt den Grund hierfür auf und hilft zugleich, in groben Zügen die Lage der Fleischergasse in der Stadt zu bestimmen. Am 29. November 1509 ließ der Ofener Stadtrat den oben bereits erwähnten Urteilsbrief ausstellen, worin er versuchte, den Disput zwischen den Fleischern und den Fischhändlern über die Frage, wo die Fleischer ihre Fischbehäller in der Donau anbringen sollten, zu schlichten. Der Rat erlaubte den Fleischern, ihre Fischbehälter bei ihrem Schlachthof ins Wasser zu lassen, d.h. sie konnten die Fische vor ihren Häusern am Donauufer aufbewahren. 69 Dieses für uns wesentliche topographische Faktum zeigt also, dass sich die Häuser der Fleischer neben dem Schlachthof aneinander reihten, wir also mit Sicherheit hier, in der Gegend des Schlachthofes die von den Zunftmeistern bewohnte Strasse suchen müssen. Wo sie genau lag, darauf können wir nur anhand einiger weniger Hinweise schließen. Zum einen taucht bei der Aufführung der Fleischergasse in den Zehntregis­tern niemals die Beifügung ..beim Heiligen Petrus" auf, die im Falle viele anderer Straßen unterhalb der Burg zu finden ist, zum anderen gehörten die Mitglieder der deutschen Zunft vermutlich eher zum Verband der deutschen Pfarrei. Deshalb können wir ihre Straße wohl auf dem Gebiet der Pfarrei der Heiligen Jungfrau, also im südlichen Teil des Bereichs unterhalb der Burg lokalisieren. Eine weitere Angabe lie­fert der Fleischer Wolfgang (Farkas) Schreiber (Sánta), der im Zehntverzeichnis als Bewohner der Gegend um den sogenannten Stadel, also der königlichen Getreides­peicher, eingetragen wurde. Diese standen in der Gegend des heutigen Adám-Clark-Platzes in unmittelbarer Nähre zur königlichen Burg. Interessant ist auch 68 1503 (Zunftbuch, fol. 26v). 69 29. XI. 1509/17. IX. 1514: .....penes predictum pontem proprium ipsorum vulgo Wagohyd vocatum fixoria ipsorum propria in littore Danubii infigere et pisces suos ibidem ante domos suas tenere non deberent. .." (Hauptstädtisches Archiv Budapest (BFL), XV. 5. Nr. 10, (Ungarisches Staatsarchiv (MOL), Photosammlung der mittelalterlichen Urkunden (DF), 286057). Zur Quellenpublikation siehe Quellen II, Nr. 15.

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