A budai mészárosok középkori céhkönyve és kiváltságlevelei - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 1. (Budapest, 2008)

AUFSÄTZE

die Angabe, dass das Haus des Fleischers Mert (Márton) Kaiser (Császár) neben dem Bade des Heiligen Johannes liege. Das Bad kann vielleicht irgendwo im Bereich des Donauufers unterhalb des Franziskanerklosters lokalisiert werden. Da sich die Flei­schereien der Meister - wie wir bereits gezeigt haben - auf dem Gebiet des Wochen­marktes, also in der heutigen Tarnok-Straße, befanden, spricht Vieles dafür, dass wir den Schlachthof an einem Ort möglichst nahe zum Markt, also im südlichen Teil unter­halb der Burg, zu suchen haben, denn das Frischfleisch musste täglich vom Schlacht­hof auf den Markt transportiert werden. Die obigen Ausführungen veranlassen uns also dazu, die Fleischergasse unter­halb der Burg, in der Gegend zwischen dem Augustinerkloster und den königlichen Getreidespeichern parallel zur Donau zu verorten. In diesem Falle müssen wir wahrscheinlich den Abschnitt der heutigen Hauptstrasse (Fő utca), der zwischen dem Dezső-Szilágyi-Platz und dem Adám-Clark-Platz gelegen ist, bzw. das Bem-Kai als den Ort der mittelalterlichen Fleischergasse bestimmen. Ich denke, diese Meinung wird auch durch die Angaben über das Haus des Flei­schers Vid („her Veit") bekräftigt. Dieses Haus findet in unseren Quellen um 1510 in der Langen Gasse bei der Pfarrei des Heiligen Petrus und 1513 in der Fleischergasse Erwähnung. Aufgrund dessen können wir folgern, dass sich die Fleischergasse entlang des Donauufers erstreckte und sich teilweise auch im Stadtteil Heiliger Petrus der Märtyrer befand. Die Bezeichnung „Lange Gasse" ist uns ausschließlich im Zehntre­gister aus der Zeit um 1510 überliefert und kann aufgrund ihrer Bedeutung am ehesten mit der heutigen Hauptstrasse identifiziert werden. Zu dem, was bisher gesagt wurde, möchte ich noch zwei Ergänzungen hinzufügen. Zum einen ist festzustellen, dass zwar -wie die oben vorgestellten Angaben deutlich zeigen - in der Mehrzahl der Häuser der Fleischergasse die Meister der deutschen Fleischerzunft wohnten, es dort aber auch andere Bewohner gab. Außer ihnen sind uns einige Personen aus anderen Handwerks­spaten bekannt: Hans (János) Csőgyártó (der Rohrmacher), Franz (Ferenc) Szíjgyártó (der Sattler) und Paul (Pál) und Anton (Antal) Kőműves (die Maurer) am Ende der Strasse, zwei wohlhabende Ofener Bürger, nämlich der Schöffe Hans (János) Arnold und der Scherer Paul (Pál) Langenberger, sowie die vornehmen adeligen Hausbesitzer Emmerich (Imre) von Endréd (Endrédi) [Endröd] und Kaspar (Gáspár) Cikó von Bást. Ein weiteres Haus gehörte der Abtei von Tihany. Von den obigen Namen ist Hans (János) Csőgyártó hervorzuheben, da wir allein aufgrund seines Namens möglicher­weise neue Schlüsse ziehen können. 70 Aus dem Rechnungsbuch ist nämlich aus der Zeit zwischen 1508 und 1529 der Name des Fleischers Mathes (Mátyás) Rohrer be­kannt. Rohrer stimmt, wenn man den Namen ins Ungarische übersetzt, mit „csőgyártó" (Rohrmacher) überein. Mathes (Mátyás) Rohrer kaufte 1520 von der Zunft für 140 Forint ein Haus, das früher dem Meister Hans (János) Sie­benbürger/Edelman gehörte. Den Kaufpreis hatte er in Raten zu zahlen, nämlich jedes 70 „Joannes Chywgyartho in platea Messarus" (SZAKÁLY/SZÜCS, Budai bortizedjegyzékek [wie Anm. 25], 1/37.1/169).

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