A budai mészárosok középkori céhkönyve és kiváltságlevelei - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 1. (Budapest, 2008)

AUFSÄTZE

Witwe des Preßburger Schöffen und späteren Bürgermeisters Peter (Péter) Eisen­reich 211 Margarete (Margit) gedenkt in ihrem Testament aus dem Jahre 1505 ihrem Bruder, dem Ofener Fleischer Pangraz, und erwähnt die Kinder von dessen verstorbe­ner Tochter. 212 Den Familiennamen von Pangraz kennen wir nicht. Er war zwischen 1500 und 1508 im Fleischereiregister verzeichnet. Die Angaben, die sich auf seine Enkel beziehen, zeigen, dass er 1500 bereits seit längerer Zeit Zunftmitglied gewesen sein musste. Das soziale Ansehen des Ofener Fleischers offenbart auch die Tatsache, dass er mit dem Bürgermeister von Preßburg verschwägert war. Einwanderungen aus großer Entfernung waren übrigens auch für die anderen Zünfte charakteristisch. In der Praxis ist, abgesehen von dem ausländischen Ulmer Fleischer, bei den nach Ofen gelangten Fleischern größtenteils nachzuweisen, dass sie aus dem deutschen Sprachbereich Ungarns stammten. Die gilt auch für einige Ungarn. Die deutsche Fleischerzunft zu Ofen bestand - wie ich bereits gezeigt habe ­nicht nur aus angesehenen und reichen Meistern, die auch in der Führung der Stadt eine Rolle spielten, sondern konnte die Unabhängigkeit ihrer Meister teilweise auch wahren und so auch ein einheitliches Geschäftswesen betreiben, womit sie sich wohl von der Mehrzahl der hauptstädtischen Zünfte unterschied. 213 211 Auf die Angaben, die sich auf ihn beziehen, hat mich - abgesehen vom Testament seiner Witwe ­freundlicherweise Katalin Szende aufmerksam gemacht, bei der ich mich bei dieser Gelegenheit auch bedanke. 1468 war er bereits Hausbesitzer, 1477 Schöffe. 1502 verfasste er sein Testament. Zu seinem Testament und dem seiner Witwe siehe SZENDE, KATALIN: .,.. .Gemainer Stadt Nutz, Ehren und Gefallen...". The Expression of civic Consciousness in Late Medieval Testaments. In: KOVÁCS, GYÖRGYI (Hrsg.): ..Quasi liber et pictura". Tanulmányok Kubinyi András hetvenedik születésnapjára [„Quasi liber et pictura". Studien zum siebzigsten Geburtstag von András Kubinyi]. Budapest 2004, S. 501. Zum Bürgermeister von Preßburg 1492/1493 siehe ORTVAY, TIVADAR: Pozsony város törté­nete [Geschichte der Stadt Preßburg], Bd. 3, Preßburg 1894. S. 397. 212 Archiv der Stadt Bratislava. Protocollum testamentorum. fol. 3 1 lr-v. (Die Angabe habe ich vor 40 Jahren gemacht.) Das Testamentsbuch ist an folgender Stelle zu finden: Ungarisches Staatsarchiv (MOL), Photosammlung der mittelalterlichen Urkunden (DF), Nr. 277056. Damals habe ich die Angaben, die sich auf die Tochter von Pongrác und seine Enkel beziehen, nicht niedergeschrieben. Diese teilte mir Katalin Szende mit, die mir auch den Text zur Verfügung stellte. 213 Es ist wahr, dass das Schatzamt einzelne Arbeiten von Meistern aus Ofen durchführen Hess und dass in diesem Fall der Lohn den zuständigen Zunftmeistern ausgezahlt wurde. Es handelte sich wahrscheinlich darum, dass die Arbeit der Einfachheit halber bei der Zunftleitung bestellt wurde, die dann die entsprechenden Meister zur Durchführung der Arbeit auswählte. In den erhalten gebliebenen Abrechungen des königlichen Schatzamtes aus den Jahren 1494 und 1495 finden wir Angaben zu Auszahlungen für Arbeiten, die an die folgenden Zunftmeister gingen: 6. März 1494 und 10. September 1495: Sattlerzunft (Zunftmeister János) (ENGEL, JOHANN CHRISTIAN: Geschichte des ungrischen Reichs und seiner Nebenländer. Bd. I. Halle 1797. S. 88, S. 171): 1. Mai 1494: Sattlerzunft (Zunftmeister Franz (Ferenc) und Emmerich (Imre)) (ebenda, S. 92); 29. September 1995: Wagnerzunft (Zunftmeister Jörig (György) Szekérgyártó und Peter (Péter) Váci) (ebenda, S. 171); 29. September 1495: Zunft der Schmiede (Zunftmeister Urban (Orbán) und Hans (János)) (ebenda, S. 171). Das königliche Schatzamt gelangte so in ein Rechtsverhältnis mit den Zunftmeistern, es leistete diesen Zahlungen. Die Unternehmungen der Fleischerzunft hatten allem Anschein nach einen anderen Charakter.

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