A budai mészárosok középkori céhkönyve és kiváltságlevelei - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 1. (Budapest, 2008)

AUFSÄTZE

ANDRÁS VÉGH TOPOGRAPHISCHE BEZÜGE DES ZUNFTBUCHES DER DEUTSCHEN FLEISCHER ZU OFEN Im Folgenden behandle ich die topographischen Angaben des Rechnungsbuches der deutschen Fleischerzunft zu Ofen (Buda) und versuche, diese mit Hilfe anderer Quel­len zu deuten. Zu diesen zählen Urkunden aus der Zunftlade, die sich gegenwärtig im Hauptstädtischen Archiv Budapest befinden, einige, mein Thema berührende Urkun­den aus anderen Archiven, die Abschnitte des Ofener Gesetzbuches, die sich auf die Fleischer beziehen, sowie zwei Zehntverzeichnisse - das eine aus dem Jahre 1505, das andere aus den Jahren um 1510 - der Ofener Weinberge, die zum Gebiet des Zehnts des Bischofs von Weißbrunn (Veszprém) gehörten. Zuerst führe ich diejenigen Orte an, die mit der Ausübung des Handwerks verbunden sind, anschließend beschäftige ich mich mit den Immobilien, die sich im Eigentum der Zunft befanden, und schließlich stelle ich die Immobilien der Mitglieder der Zunft, ihre Wohnhäuser und Weinberge, vor. Vorrangige Aufgabe der Fleischerzunft zu Ofen war es, die Fleischversorgung der Stadtbevölkerung sicherzustellen. Damit war auch ihre Beteiligung am Rinderhan­del verbunden, mit welchem sie große Gewinne machen und sich ein beträchtliches Vermögen verschaffen konnten. Ihre mit letzterem verbundenen Aktivitäten unter­suchen wir jetzt allerdings nicht, sondern richten unsere Aufmerksamkeit ausschließlich auf ihren grundlegenden Tätigkeitsbereich, d.h. wir beschäftigen uns mit den Überlieferungen, die die örtliche Ausübung des Fleischerhandwerks betreffen. Schlachthof und Fleischereien Die Fleischer, die im mittelalterlichen Großraum von Ofen-Pest, also in Ofen, Pest, Alt-Ofen (Óbuda) und Felhévíz wohnten, beschafften sich ihr Schlachtvieh vermutlich größtenteils auf den Rindermärkten (und Schafmärkten), die außerhalb der Pester Stadtmauern abgehalten wurden. Wir verfügen allerdings über keine genauen Kenntnisse hinsichtlich des Schauplatzes des Marktes im Mittelalter. Auch können wir nur vermuten, dass die Fleischer zu Ofen ihre Tiere vor dem Schlachten wahrschein­lich auf Weiden auf der Ofener Seite der Donau hielten. Hierzu bot sich sowohl im Norden, nördlich von Alt-Ofen, auf den Weiden zwischen Alt-Ofen und Megyer, als auch im Süden, südlich des Gellért-Berges in Krenfeld (Kelenföld), eine Möglichkeit an. Leider gibt das Rechnungsbuch keine Auskunft über Einzelheiten der Beschaffung

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