A budai mészárosok középkori céhkönyve és kiváltságlevelei - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 1. (Budapest, 2008)
AUFSÄTZE
jemand im einen oder anderen Jahr nicht in das Register aufgenommen wurde, so bedeutet das nicht unbedingt einen Fehler des Eintragenden, sondern es ist auch möglich, dass jemand aus irgendeinem Grund seine Handwerkstätigkeit ruhen ließ. Die Fragen haben auch eine demographische Seite. In der ersten Periode, die mit dem Jahr 1512 endet, verschwinden die Namen von 32 Fleischermeistern aus dem Register, in der 1526 endenden Periode 15 und in den beiden letzten Jahren 8. Das ist auch deshalb verwunderlich, weil in der ersten Periode die meisten Fleischereien betrieben wurden. Männer bekamen in den drei Perioden 29, dann 14 und schließlich zwei Fleischereien. Bis 1529 stellte 45 Meister ihr Handwerk ein, aber genau so viele neue Handwerksbetriebe entstanden. Es ist schwer festzustellen, wie viele Jahre ein Meister sein Handwerk ausübte. Früher habe ich die Jahre 1500 und 1526 ausgelassen, weil im ersten Jahr viele bereits lange Zeit in der Zunft gewesen sein konnten und nach der Vertreibung der Deutschen wohl nicht wenige am Leben geblieben sind. So habe ich nur die seit 1501 eingetretenen und 1529 nicht mehr vorhandenen Meister berücksichtigt. In deren Falle kam ein Durchschnitt von elf Jahren heraus. 208 Jetzt habe ich versucht, alle Meister, die von 1500 bis 1529 Zunftmitglieder waren, zu berücksichtigen. Dabei kam ein Durchschnitt von 12,7 heraus. Obwohl es unter statistischen Gesichtspunkten nicht korrekt ist, wenn wir die früheren Urkunden, so den Zunftbrief vom 2. Mai 1481, der zwei Zunftmeister erwähnt, sowie die fünf Personen, die in der von Wladislaus II. für die Fleischer am 2. Dezember 1494 ausgestellten Urkunde Erwähnung finden, in Betracht ziehen, so gibt uns dies doch einen weiteren Anhaltspunkt. Hans (János) Czoff, Zunftmeister des Jahres 1481, war auch 1500 noch Zunftmitglied. Sein Zunftgenosse Niclas (Miklós) Rupprecht, der 1494 Zunftmeister war, war 1500 nur noch durch seine Witwe in der Fleischerzunft vertreten. Die anderen, Thomas (Tamás) Schaur, Wolfgang (Farkas) Tibolt, Vid und Kilián Rupprecht verfügten 1500 noch über Fleischereien. Rechnet man die früheren Jahre zur nach 1500 nachweisbaren Mitgliedszeit von Czoff, Schaur, Tibolt sowie von Vid und Kilián Rupprecht hinzu, so ändert sich der Durchschnitt, den wir als Tätigkeitszeit der Meister festgestellt haben, auf 13,3 Jahre. Das übrige Wissen wir zwar nicht, wenn wir aber in Betracht ziehen, dass die Personen, die in den beiden Urkunden erwähnt sind, bereits damals zur Zunftleitung gehörten, also ihr sicherlich viel früher beigetreten sind, so irren wir uns wohl nicht, wenn wir annehmen, dass die Zunftmitgliedschaft eines Mannes durchschnittlich mindestens 16 Jahre dauerte. Die Zunft diente auch Zünften in anderen Städten als Vorbild. Bereits Béla Iványi wurde darauf aufmerksam, dass der Ofener Rat 1497 auf Bitte der Schneiderzunft von Debreczin (Debrecen) dieser die Zunftordnung der hauptstädtischen Schneiderzunft aushändigte und dass der Rat im Jahre 1512 auf Anfrage des Debrecziner Richters László Kocsi und der dortigen Fleischer auch die Ofener Zunftordnung zur Verfügung 208 KUBINYI, Budapest története [wie Anm. 69], S. 120.