Füzes Miklós: Valami Magyarországon maradt - Etwas blieb daheim in Ungarn. A kitelepített magyarországi németek beilleszkedése Németországban - Eingliederung der vertriebenen Ungarndeutschen in Deutschland (Pécs, 1999)

III. Személyes átélés - Nemzeti hovatartozás

gen. Man hätte sie Zigeuner geschimpft. Sie hätten keine Ruhe mehr. Der Verband richtete einen Brief an den Bürgermeister, um die Sache zu klären. - József Gulrich aus Großheppach erkundigte sich am 28. Dezember 1949 nach einer Möglichkeit zur leichten Arbeit, um die er bereits früher einmal gebeten hatte. Nun erkundigte er sich wieder, ob er damit rechnen könne. Er wurde nicht ermuntert. - Am 8. Mai 1950 suchte auch György Schuppe, der aus einer Lehrerfamilie stammte, seine deutsche Mutter früh verloren hatte und deshalb auch nicht Deutsch konnte, nach einer Stelle. In Budapest war er früher Leiter einer Textilfabrik. In Deutschland arbeitete er als Kraftfahrer. Er wurde zu einer Besprechung vorgeladen, aber wegen der fehlenden Sprachkenntnisse hatte er nicht viel Aussicht, einen Intellektuellenjob zu bekommen. - József Türk, ehemals wohnhaft in Üröm, ersuchte am 2. Juli 1952 bereits zum Erwerb eines eigenen Hauses um Rat. Es bot sich die Möglichkeit, ein altes Haus zu kaufen, aber er hatte nicht genügend Geld. Er hätte gerne einen Kredit bei der Landessparkasse aufgenommen, aber viele rieten ihm, er solle lieber selber bauen. Das Haus hätte 14.000 DM gekostet, er hatte ein Monatsgehalt von 500 DM, und die monatlichen Abzahlungen hätten 300 DM ausgemacht. Er fragte den Verband, welche Möglichkeit er vorziehen sollte. Die Antwort: er solle ein neues Haus bauen, denn dazu sei nur ein Eigenkapital von 2-3.000 DM nötig. Aus einem erneuten, 1961 entstandenen Brief von Dr. Leber an die Abteilung für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsbeschädigte beim Innenministerium geht hervor, daß der Caritasverband neben der Beratung, der Versorgung und der Gewährung finanzieller Unterstützung in Notfällen auch eine spezielle Tätigkeit ausübte. Ab 1946 veröffentlichte der Verband zweiwöchentlich das Blatt „Unsere Post" und ab 1949 auch das Jahrbuch „Unser Hauskalender". In diesen fanden Artikel über die alte Heimat Platz. Die Caritas-Flüchtlingshilfe war eine selbständige Organisation, auch einen großen Teil ihrer aus der speziellen Tätigkeit resultierenden finanziellen Probleme löste sie aus eigener Kraft. Die Einnahmen aus der Verlagstätigkeit konnten jedoch die mit dieser Tätigkeit verbundenen Kosten nicht decken. Zwecks Beseitigung des in den 15 Jahren inzwischen ziemlich beträchtlich gewordenen Bilanzdefizits wandte sich Dr. Leber 1961 zum ersten Mal an das Innenministerium um staatliche Unterstützung. Nach einem Gutachten aus dem Jahr 1949 verrichtete die ungarische Abteilung ihre Arbeit hervorragend. Die mit der Leitung beauftragten ungarischen Flüchtlinge kannten aufgrund ihrer früheren Tätigkeit in Ungarn die Probleme ihrer Landsleute und lösten auch deren schwierigste Sorgen.

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