Füzes Miklós: Valami Magyarországon maradt - Etwas blieb daheim in Ungarn. A kitelepített magyarországi németek beilleszkedése Németországban - Eingliederung der vertriebenen Ungarndeutschen in Deutschland (Pécs, 1999)

III. Személyes átélés - Nemzeti hovatartozás

Die Integration und die Grundsätze der Tätigkeit der Ungarndeutschen Landsmannschaft in Baden-Württemberg Diese Organisation entsproß auf Initiative von Dr. Leber dem Caritasverband. Die Gründer der Organisation wollten 1946 die Errichtung einer Organisation verwirk­lichen, die alle früheren Ungarndeutschen unabhängig von ihrer politischen Auffas­sung und ihrer Tätigkeit umfassen sollte, und zwar zuerst als private Gesellschaft, später auch offiziell. Dr. Ludwig Leber (1903 Törökbálint 1974 Stuttgart), Leiter und bestimmende Persönlichkeit der Organisation, vertrat auch unter den geänderten Verhältnissen eigentlich die Ansichten von Jakob Bleyer. Er war bestrebt, die Gruppe der mit einer neuen Situation konfrontierten Ungarndeutschen, die noch aufs engste mit der Heimat verbunden waren, nicht zu teilen, sondern ihre Interessen ein­heitlich zu vertreten. Hundert Vertreter der vertriebenen Ungarndeutschen traten am 19. November 1949 in Stuttgart zusammen, um die Landsmannschaft zu gründen. Sie beschlossen einstimmig die Gründung eines ungarndeutschen Heimatverbandes. Mit der Ausar­beitung der organisatorischen Fragen wurden Dr. Ludwig Leber, Dr. Guido Gün­disch, Dr. Matthias Annabring, Dr. Michael Schäfer, Dr. Adalbert Gödrösy, Wilhelm BäumI, Johann Zimmermann, Heinrich Paul, Lorenz Halbländer, Georg Krähling, Prof. Josef Pancratz, Josef Katay und Josef Nimrod beauftragt. Sie distanzierten sich mit einer einstimmigen Erklärung von der durch Dr. Henrich Mühl vertretenen poli­tischen Richtung, deren Anhänger ebenfalls eine „Landsmannschaft" in Baden ins Leben gerufen hatten. Die Landesversammlung wurde am 14. Mai 1950 in Stuttgart abgehalten. Dort erschienen die Vertreter aller Landkreise von Baden-Württemberg. Dabei waren auch alle deutschen Siedlungslandschaften Ungarns vertreten: die Umgebung von Ofen, der Buchenwald, die Komitate Baranya, Tolna, Bácska, Mosón und Sopron. Die Versammlung wurde daher als beschlußfähig erklärt und wählte dann den Vorstand bzw. billigte das Statut. Im Statut wurde folgende Bezeichnung der Organisation festgehalten: Ungarndeutsche Landsmannschaft in Baden-Württemberg. Ihre Tätigkeit umfaßte das Gesamtgebiet von Baden-Württemberg. Ihr Sitz war in Stuttgart. Das Statut nahm für die Grundprinzipien der Demokratie, für Humanität, für politische Freiheit und für Rassentoleranz Stellung. Die Landsmannschaft betrachtete die Pflege des auf Patriotismus basierenden Zusammengehörigkeitsgefühls und der Kulturschätze der Heimat sowie der Freundschaft zwischen Ungarndeutschen und Urbevölkerung, darüber hinaus die Förderung der kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Bereich­erung der Ungarndeutschen als Aufgabe. Ihre Zielsetzungen gedachten sie zu ver­wirklichen 1. durch die Veranstaltung von Heimattreffen, Kulturprogrammen, gesel­ligen Zusammenkünften sowie durch die Errichtung von Bibliotheken, Archiven

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