Füzes Miklós: Valami Magyarországon maradt - Etwas blieb daheim in Ungarn. A kitelepített magyarországi németek beilleszkedése Németországban - Eingliederung der vertriebenen Ungarndeutschen in Deutschland (Pécs, 1999)
III. Személyes átélés - Nemzeti hovatartozás
Kreises mußten über 900 Flüchtlingen Unterkunft gewähren. Auf Gerlingen entfielen 75 Personen, deren Ankunft in der Mitte der nächsten Woche zu erwarten war. Zu ihrer Unterbringung kam die Errichtung von weiteren zwei Baracken in Frage. Eine Sammelverpflegung erhielten zu diesem Zeitpunkt 85 Personen. Der Lagerkoch klagte über den Mangel an Zucker und Milch, die für die Kleinkinder nötig wären. Die Zuweisung von Einzelzimmern und die individuelle Verpflegung kamen zu dieser Zeit noch nicht zur Sprache. Bis Ende Juli ging die Zahl der Lagerinsassen weiter zurück. Der Referent schlug eine sofortige Einstellung ihrer Verpflegung und die Einführung von Lebensmittelkarten vor. Die Kommission war mit dem Vorschlag einverstanden. Die Sammelverpflegung der Neuankömmlinge wurde im Lager gesichert. Am 28. August wurde der Gemeinderat über die Aufnahme einer weiteren Flüchtlingsgruppe informiert. Die amerikanischen Behörden in Baden-Württemberg hatten wieder viele Flüchtlinge übernommen. Im Kreis Leonberg waren darüber hinaus wieder 2.000 Flüchtlinge eingetroffen. Die auf Gerlingen entfallende Aufnahmepflicht bedeutete bis dahin, Ukrainer, Evakuierte und Luftangriffsgeschädigte mitgerechnet, insgesamt 890 Flüchtlinge. Nun hatte man weitere 160 Personen unterzubringen. Dazu war eine weitere Inanspruchnahme des neuen Schulgebäudes nötig. In die inzwischen errichteten zwei Flüchtlingsbaracken zogen am 21. November zehn Familien, insgesamt 50 Personen, ein. Im neuen Schulgebäude verblieben 30 Personen, deren Wohnverhältnisse verbessert wurden. Die beiden benutzten Räume wurden mit Holzboden versehen. Die Bewohner erhielten Holz zum Heizen. Danach befaßte sich der Gemeinderat nur mit prinzipiellen Fragen. Auf ein Ansuchen des Staatsbeauftragten für Flüchtlingsfragen wurde die örtliche Flüchtlingskommission am 16. Mai 1947 auf Paritätsbasis, mit der Teilnahme von Neu- und Altbürgern, neu zusammengestellt. Den Vorsitz in der Kommission übernahm der Bürgermeister. Mitglieder waren die Arbeiterwohlfahrt, die evangelische Hilfsorganisation, der Caritasverband, der Vorsitzende des Roten Kreuzes und auf ausdrücklichen Wunsch des Bürgermeisters zwei weibliche Personen. Auch am 10. August 1948 kam es zur Besprechung organisatorischer Fragen. Auf Wunsch des Landratsamtes mußte ein Fürsorgeausschuß errichtet werden. Der Gemeinderat befaßte sich mit dieser Aufgabe, und am letzten Tag des Monats wurden auch die einzelnen Mitglieder des Ausschusses gewählt. Diese vertraten die evangelische Kirche, den Caritasverband, das Rote Kreuz, die Arbeiterwohlfahrt, die Kriegsversorgten, die Neubürger und die Jugendfürsorge. Der Ausschuß erwies sich jedoch als funktionsunfähig und wurde deshalb am 19. November mit einer anderen Besetzung neu gegründet. Zum nächsten Wechsel der Ausschußmitglieder kam es am 13. März 1951. Da wurde auch die Wohnungskommission neu gewählt. Nach 1949 befaßte sich der Gemeinderat fast nur noch mit der Lösung der Wohnungsprobleme der Flüchtlinge. Am 28. Juni informierte der Bürgermeister