Füzes Miklós: Valami Magyarországon maradt - Etwas blieb daheim in Ungarn. A kitelepített magyarországi németek beilleszkedése Németországban - Eingliederung der vertriebenen Ungarndeutschen in Deutschland (Pécs, 1999)

III. Személyes átélés - Nemzeti hovatartozás

über die Verhandlungen bezüglich der Renovierung des Schulgebäudes neben der Turnhalle. Aber auch die Schule konnte auf das Gebäude nicht verzichten, deshalb suchte man nach anderen Möglichkeiten zur Unterbringung der Flüchtlinge. Mitte Juli wurde der Bau eines Wohnhauses mit sechs Wohnungen mit folgendem Finanzierungsplan beschlossen: Um den Kredit zurückzahlen zu können, gedachte man, einen Kredit bei der Hypothekenbank Württemberg aufzunehmen. Der angebotene Kredit war mit Zin­sen von 5,75 % belastet, während die Bank nur 93,5 % der Summe zur Verfügung stellte. Der Anfangsabzahlunsgbetrag machte bei einer Laufzeit von 31 Jahren 1,25 % aus. So ergab sich eine Jahresleistung von 7 %. Als Deckung des Kredits gedachte man, den Wald der Gemeinde zu belasten. Der Gemeinderat nahm das Angebot ein­stimmig an. Im Januar 1955 plante der Gemeinderat den Bau von zwei Wohnblöcken mit je neun Wohnungen. Nun äußerte sich auch der Bund der Vertriebenen Deutschen zum sozialen Bauvorhaben. Seine Meinung wurde vom Gemeinderat berücksichtigt. Die Bevölkerungszahl der Gemeinde Gerlingen stieg infolge der Aufnahme von Flüchtlingen derart an, daß die Volkszählung im Jahre 1950 mehr als 5.000 Einwohner ermittelte. Das Kreisverwaltungsamt rief daher den Gemeinderat auf, die Zahl seiner Mitglieder auf 18 zu erhöhen. Die Bevölkerungszahl der Siedlung hat sich seitdem vervierfacht und die Gemeinde ist zur Stadt erklärt worden. Es sind neue Stadtteile entstanden, die zum überwiegenden Teil von den einstigen Flüchtlingen bzw. von ihren Nachkommen gegründet wurden. Der Stadtrat Waiblingen und die Flüchtlingsfrage In den ersten Jahren befaßte sich die unmittelbare Stadtverwaltung nur wenig mit den Problemen der Flüchtlinge. Auf städtischer Ebene verfuhren nämlich die spe­ziellen Organe, u. a. der Flüchtlingskommissar, das Rote Kreuz und die Lager­direktion. Die Stadt unterstützte ihre Arbeit mit eigenen Mitteln. Sie stellte den bei­den Lagern der Stadt die nötigen Räumlichkeiten zur Verfügung, betrieb die Lager­küche, rief zur Unterbringung von Flüchtlingen in Privatwohnungen auf, was jedoch auch in Waiblingen nicht viel Erfolg hatte. Ein Großteil der Flüchtlinge suchte sich später auf dem Gebiet des Landkreises eine Wohnung. S9 Der erste Flüchtlingstransport kam pjn 18. Februar 1946 in der Stadt an. Am 12. Zinsfreier Kredit: Verzinster Kredit: Zurückzuzahlen bis 1.12.1951 : 24.000 DM 6.000 DM 30.000 DM

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