Füzes Miklós: Valami Magyarországon maradt - Etwas blieb daheim in Ungarn. A kitelepített magyarországi németek beilleszkedése Németországban - Eingliederung der vertriebenen Ungarndeutschen in Deutschland (Pécs, 1999)
III. Személyes átélés - Nemzeti hovatartozás
sonen aus anderen bombardierten Siedlungen hielten sich im Ort auf, die gezwungen waren, auch weiterhin dort zu bleiben. Bis 9. Februar nahm das Dorf auch 70 Ostflüchtlinge auf. Auch die Unterbringung der verabschiedeten Soldaten und der vom Arbeitsamt dorthin beorderten Arbeitskräfte war außerordentlich schwierig, so daß man ihnen keine Wohn-, nur eine Schlafstätte zuweisen konnte. Die Aufnahme der nach Ilsfeld beorderten 200 Ostflüchtlinge schien von Anfang an aussichtslos. Auch die Wohnverhältnisse der ursprünglichen Einwohner waren sehr schlecht, in manchen Fällen lebten sogar 6 Personen in einem Raum. Netzkarwestheim hatte bis 10. Februar insgesamt 257 Personen, Evakuierte, von Luftangriffen Geschädigte, verabschiedete Wehrmachtsoldaten aus der Sowjetzone und Flüchtlinge, aufgenommen. Der Bürgermeister der Gemeinde hielt die Unterbringung der vorgeschriebenen weiteren 320 Ostflüchtlinge ebenfalls für unmöglich. Auch die Errichtung einer Massenherberge war unmöglich, denn die Turnhalle und das Schulgebäude waren schwer beschädigt. Das Dorf beantragte Baumaterial, um diese wiederherzustellen. Der Landkreis wollte 350 Flüchtlinge in der Stadt Möckmühl unterbringen. Unabhängig von der Verordnung und zum Erstaunen des Bürgermeisters erschienen am Abend des 9. Februar 30 Ostflüchtlinge mit vielen Kleinkindern, ohne daß sie vorher angemeldet worden waren. So gab es keinen Verantwortlichen im Gemeindeamt, der für ihre Unterbringung hätte sorgen können. Eine weitere Schwierigkeit bestand darin, daß das Arbeitsamt einige Männer aus dem Osten den Bauern zur Feldarbeit zuteilte, während die Bauern die Aufnahme der Ostflüchtlinge verweigerten, weil diese auch Frau und Kinder hatten. Die Bauern nahmen nur die für sie wichtigen, beim Arbeitsamt beantragten Arbeitskräfte auf. Zu ähnlichen Fällen kam es auch bei Frauen. Die bei Privatpersonen und in Geschäftsbetrieben zur Verfügung stehenden Wohnräume (darunter viele Einzelzimmer) hätte man nicht für die beim Arbeitsamt beantragten Haushaltshilfskräfte freihalten, sondern in ihnen die Ostflüchtlinge unterbringen sollen. Es hatte viele nachteilige Auswirkungen, daß die besagten Familien alleinstehende vertriebene Frauen aus dem Osten als Haushaltsbedienstete bei sich aufnahmen. Der Bürgermeister vertrat die Ansicht, daß Privatpersonen und Geschäftsleute Haushaltsbedienstete beim Arbeitsamt beantragten, um keine Ostflüchtlinge aufnehmen zu müssen. Seiner Meinung nach sollten bei der Einquartierung der Flüchtlinge die Bezirkspolizei und die amerikanischen Militärbehörden mitarbeiten. Das Arbeitsamt versuchte zu erreichen, daß massenweise Arbeitskräfte in die Landwirtschaft kommen, indem sie auf den landwirtschaftlichen Gütern angesiedelt werden sollten. Dazu gab es jedoch weder entsprechende Wohnungen noch Geld, so daß die Ansiedlung von Ostflüchtlingen auf landwirtschaftlichen Gütern nicht in Frage kam. Der Bürgermeister von Massenbachhausen berichtete ebenfalls von spärlichen Möglichkeiten. Die Wohnungskommission konnte den vorgeschriebenen 270